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Konjunkturbarometer Ifo-Index legt weiter zu

 ·  Niedrige Arbeitslosenzahlen und die Aussicht auf höhere Löhne lassen insbesondere den Einzelhandel von guten Geschäften träumen. Auch insgesamt ist die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Unternehmen im März gestiegen. Der Ifo-Index legte zum fünften Mal in Folge zu.

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Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im März überraschend den fünften Monat in Folge verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg um 0,1 auf 109,8 Punkte, teilte das Münchner Ifo-Institut am Montag mit, das für seine monatliche Erhebung rund 7000 Unternehmen befragen lässt. Obwohl das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer auf dem höchsten Stand seit Juli 2011 liegt, warnte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn vor allzu großer Euphorie: „Der Schwung lässt etwas nach.“ Die Aussichten bewerteten die Manager nur etwas besser als zuletzt, während sich die Geschäftslage nicht weiter verbessert habe.

„Potenzielles Risiko“

Verbessert hat sich Stimmung vor allem im Einzelhandel. Er hofft angesichts der sinkenden Arbeitslosigkeit und hoher Lohnabschlüsse auf gute Geschäfte. Am Optimismus änderte auch der hohe Ölpreis nichts, der die Inflation zuletzt überraschend angeheizt hatte. „Im Einzelhandel schlägt das noch nicht durch“, sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe zu Reuters. „Im Großhandel ist es schon spürbar. Insgesamt ist es für die Unternehmen noch keine große Gefahr, aber ein potenzielles Risiko.“

Im Großhandel, in der Baubranche und bei den Dienstleistern trübte sich die Stimmung etwas ein. Ebenso in der Industrie, die aber auf Impulse aus dem Exportgeschäft setzt und deshalb weiter Mitarbeiter einstellen will.

Optimistischerer Ausblick

Auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate schätzten die Manager insgesamt etwas positiver ein als zuletzt. Der Index für die Geschäftserwartungen stieg um 0,3 auf 102,7 Punkte. Die Geschäftslage wurde genauso beurteilt wie im Vormonat: Diese Kurve verharrte bei 117,4 Zählern.

„Das Bild, dass die deutsche Konjunktur wieder Fuß fasst, bleibt damit intakt“, sagte Rainer Sartoris, Volkswirt bei HSBC Trinkaus. Insgesamt sagen die meisten Ökonomen den 17 Euro-Ländern eine leichte Rezession in diesem Jahr voraus. Während es bei den Schwergewichten Deutschland und Frankreich bergauf gehen sollte, dürften viele Sorgenkinder am Rand der Euro-Zone wegen der Schuldenkrise an der Schwelle der Rezession bleiben.

Ende vergangenen Jahres war die deutsche Wirtschaft um 0,2 Prozent geschrumpft - es war der erste Rückgang seit fast drei Jahren. Positive Konjunkturdaten hatten Anfang des Jahres jedoch die Hoffnung aufkommen lassen, dass sich die Wirtschaft rasch stabilisiert und
spätestens im Frühjahr wieder wächst. Mehrere Institute erhöhten deshalb ihre Wachstumsprognosen für dieses Jahr. Das IWH Halle erwartet ein Plus von 1,3 Prozent. Die Bundesregierung geht von 0,7 Prozent aus.

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