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Konjunktur ZEW-Indikator leicht gestiegen

15.09.2009 ·  Börsenexperten bewerten die Aussichten für die deutsche Wirtschaft im September etwas besser als im Vormonat. Mit dem leichten Anstieg verharrt das Wirtschaftsbarometer auf seinem höchsten Stand seit April 2006.

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Die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten bleiben günstig. Gegenüber August hat sich die Lage im September zwar kaum verändert. Die Erwartungen stiegen aber leicht um 1,6 auf 57,7 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Volkswirte hatten zuvor mit einem Anstieg auf 58,5 Punkte gerechnet. Auch die Lage beurteilten die Experten besser als im Vormonat. Der Teilindex stieg auf minus 74,0 Punkte von minus 77,2 Zählern.

Hoffnungen für die deutsche Konjunktur beruhten vor allem darauf, dass sich der Welthandel erhole und damit die Exporte zulegten. Auch für den privaten Konsum sind die Experten laut ZEW optimistischer geworden - obwohl die Abwrackprämie ausläuft und eine steigende Arbeitslosigkeit zu erwarten sei.

„Die Konjunkturerwartungen bestätigen das Bild, dass sich die deutsche Wirtschaft zwar erholt, aber in einem langsamen Tempo“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz laut Mitteilung. „Zusätzliche Konjunkturstimuli sind mit Blick auf die Staatsverschuldung jedoch nicht angebracht.“

An der Frankfurter Börse fielen die Aktienkurse nach Bekanntgabe der ZEW-Daten. Der Dax fiel unter die Marke von 5600 Punkten. Börsianer hatten offenbar mehr erwartet.

Das ZEW befragt jeden Monat Analysten und institutionelle Anleger zu ihren Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung. Der ZEW-Index gilt unter Fachleuten jedoch als weniger aussagekräftig als der Konjunkturindex des Münchner ifo-Instituts. Während das ZEW lediglich rund 300 Finanzexperten befragt, wertet der ifo-Index die Einschätzungen von etwa 7000 Unternehmen aus.

Ein Marktbeobachter sagte mit Blick auf die Kursreaktion auf die Umfrage unter 350 Finanzexperten: „Die Analysten sind wohl von sich
selbst etwas enttäuscht.“

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Von Heike Göbel

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