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Konjunktur ZEW-Index steigt kräftig

17.04.2007 ·  Derzeit überbieten sich die Konjunkturforscher mit positiven Prognosen. Jetzt ist der Index des Mannheimer ZEW stärker gestiegen als erwartet. An den Langzeitarbeitslosen und den Geringverdienern gehe der Aufschwung bislang jedoch vorbei.

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Der Aufschwung am Arbeitsmarkt stimmt die Konjunkturexperten in Deutschland so zuversichtlich wie seit zehn Monaten nicht mehr. Das Stimmungsbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) kletterte im April im Vergleich zum Vormonat deutlich um 10,7 Punkte und liegt nun bei 16,5 Punkten. „Damit sehen die befragten Finanzmarktexperten ein erhöhtes Wachstumsmomentum für Deutschland in den kommenden sechs Monaten“, teilte das ZEW am Dienstag in Mannheim mit. Auch nach dem fünften Anstieg in Folge liegt der monatliche ZEW-Indikator allerdings immer noch unter seinem historischen Mittelwert von 33,1 Punkten.

Der Optimismus beruht laut ZEW vor allem auf der unerwartet starken Erholung am Arbeitsmarkt, die die private Nachfrage stärke. Auch die steigende Investitionsnachfrage im Inland trage zum Erholungskurs bei. Die Sorgen über die weltweiten Wachstumsaussichten würden zudem geringer - die Weltwirtschaft werde zwar wegen der erwarteten Schwächung in den Vereinigten Staaten etwas moderater, aber dennoch robust wachsen.

Belebung geht an Problemgruppen vorbei

„Der Aufschwung hat auch den Arbeitsmarkt erreicht; insbesondere ist erfreulich, dass die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. „Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Belebung an den Problemgruppen des Arbeitsmarktes - den Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen - weitgehend vorbeigeht.“

Die Einschätzung der 320 befragten Finanzmarktexperten zur aktuellen konjunkturellen Lage verbesserte sich angesichts der starken Industrieproduktion ebenfalls deutlich. Der entsprechende Indikator stieg um 7,7 auf 76,9 Punkte. Für die Eurozone hellten sich die Konjunkturaussichten im April ebenfalls auf. Der Euro-Indikator legte um 5,6 Punkte auf 10,7 Punkte zu. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum nahm im Vergleich zum Vormonat um 3 Punkte auf 69,9 Punkte zu.

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