16.05.2007 · Der Konjunkturaufschwung fällt nach Meinung der vom ifo-Institut befragten Experten stärker aus als erwartet. Besonders die deutsche Wirtschaft werde in diesem Jahr noch einmal kräftig zulegen.
Das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone ist so gut wie seit sechs Jahren nicht mehr. Der vom Münchner Ifo-Institut ermittelte Indikator kletterte im Frühjahr auf 106,8 von 100,0 Punkten zu Jahresbeginn. Das ist der höchste Stand seit Anfang 2001. „Der Unterschied ist: Damals war das Klima auf dem absteigenden Ast, und jetzt ist es auf dem aufsteigenden Ast“, erläuterte ifo-Chefsvolkswirt Gernot Nerb.
„Die neuen Umfrageergebnisse sprechen für einen kräftigen Konjunkturaufschwung auch im zweiten Halbjahr 2007“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Auch die wirtschaftliche Lage beurteilten die 264 befragten Experten aus multinationalen Unternehmen und international tätigen Institutionen so gut wie seit sechs Jahren nicht mehr.
Schlechte Aussichten in Portugal und Niederlande
Besonders günstig wird die Lage in Finnland, Deutschland und den Niederlanden bewertet. Lediglich in Portugal wurde sie erneut als schlecht eingestuft. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate legten ebenfalls zu.
Die Jahresteuerung im Währungsgebiet sehen die Experten bei 2,1 Prozent. Sie läge damit über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp unter zwei Prozent. Die Umfrageteilnehmer rechnen mit weiter steigenden EZB-Leitzinsen im nächsten halben Jahr.
Auch die Kapitalmarktzinsen dürften etwas anziehen. Die meisten Experten sagen eine weitere Abschwächung des Dollar gegenüber dem Euro voraus, obwohl sie die US-Währung bereits jetzt für unterbewertet halten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.381,98 | −0,87% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2457 | −0,25% |
| Rohöl Brent Crude | 105,70 $ | −1,08% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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