16.02.2009 · Die Regierung rechnet für 2009 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 2,25 Prozent. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung sagt nun, „deutlich mehr als drei Prozent“ seien wahrscheinlich. Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit hält die Arbeitslosenprognose der Regierung zudem für tendenziell zu optimistisch.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet für das laufende Jahr mit dem schwersten Konjunktureinbruch in der Geschichte der Bundesrepublik. Angesichts des schlechten Starts ins neue Jahr sei ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von „deutlich mehr als drei Prozent nunmehr im wahrscheinlichen Bereich“, teilte das DIW am Montag in Berlin mit. Ein derart massiver Rückgang wäre „bislang einmalig“ in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Bundesregierung rechnete für 2009 bislang mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,25 Prozent.
Auch die Forscher des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) halten die Prognose der Bundesregierung für tendenziell zu optimistisch: Sie gehen nach einer „groben Faustformel“ davon aus, dass ein Schrumpfen der Wirtschaft um die bislang prognostizierten 2,25 Prozent die Zahl der Arbeitslosen um 250.000 bis 400.000 steigen lässt. Die Bundesregierung geht bislang von einem Anstieg der Arbeitslosenzahl um 250.00 im Jahresdurchschnitt aus - und bewegt sich damit am unteren Ende. Eine genaue Prognose will das IAB noch im Februar vorlegen.
Ein Drittel reagiert mit Stellenabbau
Laut einer Befragung der Personalberatung Kienbaum reagiert ein Drittel der deutschen Unternehmen mit Stellenabbau auf die Wirtschaftskrise. Mehr als 500 deutsche Unternehmen wurden für die Studie befragt. Auch Führungskräfte seien in dieser Krise betroffen: Bei den Unternehmen, die Mitarbeiter abbauen, seien dies zu acht Prozent Mitarbeiter in Leitungspositionen.
57 Prozent der Unternehmen setzen laut der Studie beim Stellenabbau auf die natürliche Fluktuation. Falls die natürliche Fluktuation nicht ausreicht, wird am häufigsten der Aufhebungsvertrag mit Abfindung als Instrument bei einer Trennung genutzt. Aus der Krise 2001 hätten die Unternehmen aber gelernt: Bevor man Mitarbeiter freisetze, würden die besten Köpfe im Unternehmen identifiziert sowie alle möglichen anderen Maßnahmen der Kostenreduktion ausgeschöpft.
Nur Mut
Mario Walter (sonja010)
- 16.02.2009, 16:54 Uhr
Erst der Anfang
heinz herzing (heinz48)
- 16.02.2009, 16:56 Uhr
Die Wirtschaft schrumpft .... na und?
Reinhard Wolf (Pumuckel42)
- 16.02.2009, 18:08 Uhr
Nicht alles schlecht reden!
Thomas Schulte-Hillen (thomasschultehillen)
- 16.02.2009, 19:27 Uhr
Aufkosten der Menschen
Hiep Van Tran (WatersToronto)
- 17.02.2009, 06:43 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
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