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Konjunktur Trübere Aussichten für die Weltwirtschaft

23.05.2005 ·  Die Stimmung in der Weltwirtschaft hat sich abermals verschlechtert. Der Weltwirtschaftsklima-Index des Ifo-Instituts ging im zweiten Quartal zum fünften Mal in Folge zurück. Ein Einbruch drohe aber nicht.

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Die weltweite Konjunktur kühlt sich einer Experten-Umfrage zufolge weiter schrittweise ab. Das Weltwirtschaftsklima im zweiten Quartal deute auf eine weiche Landung der Weltwirtschaft hin, berichtete das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Montag. Ein Einbruch der Weltkonjunktur drohe nicht.

Der vom Ifo ermittelte Indikator für das Weltwirtschaftsklima sank im zweiten Quartal auf 97,5 von 101,1 Punkten im ersten Vierteljahr. Damit gab der Index zwar das fünfte Quartal in Folge nach. Er liegt aber immer noch deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt.

Lage und Aussicht schlechter

Die rund 1100 vom Ifo befragten Experten bewerteten sowohl die aktuelle Lage schlechter als auch die Aussichten für die Weltwirtschaft auf Sicht von sechs Monaten. Der Lage-Index fiel auf 96,8 von 102,3 Punkten, der für die Erwartungen nur leicht auf 98,2 von 100,0 Punkten.

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sagte, offenbar erwarteten die Experten aus 91 Ländern ein Auslaufen des derzeitigen konjunkturellen Abkühlungsprozesses. Aufgeschlüsselt nach Regionen zeigte die Umfrage, daß der stärkste Rückgang des Klimaindikators erneut in Westeuropa zu verzeichnen war. Dort wird der langjährige Durchschnitt deutlich unterschritten.

Optimismus in Asien

In Nordamerika schwächte sich der Klimaindikator nur leicht ab, da dem spürbaren Rückgang der Erwartungen sogar eine leichte Verbesserung der aktuellen Lage gegenüber stand. Anders als in den anderen Regionen stieg der Ifo-Indikator in Asien erstmals seit nahezu einem Jahr wieder an. Grund ist eine etwas günstigere Einschätzung der wirtschaftlichen Aussichten für die nächsten sechs Monaten; die Lage wird dagegen in dieser Region ungünstiger beurteilt.

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