11.08.2006 · Die Wirtschaft in wichtigen Euro-Staaten wie Frankreich und Italien ist im zweiten Quartal erheblich kräftiger als zuvor gewachsen.
Die Wirtschaft in wichtigen Euro-Staaten ist im zweiten Quartal erheblich kräftiger als zuvor gewachsen. Nach einer ersten Schnellschätzung wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt in Frankreich zwischen April und Juni mit 1,1 bis 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das nationale Statistikinstitut Insee am Freitag mitteilte.
Das ist mehr als doppelt so schnell wie zu Jahresbeginn und stärker als von Analysten erwartet. Bankvolkswirte gehen nun davon aus, daß die französische Wirtschaft, die zweitgrößte im Euro-Raum, in diesem Jahr insgesamt mit deutlich mehr als 2 Prozent wachsen wird.
Italienische Wirtschaft robust gewachsen
Die italienische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das nationale Statistikinstitut Istat am Freitag mitteilte. Die Statistiker setzten zugleich die Wachstumsrate für das erste Quartal von 0,6 auf 0,7 Prozent herauf. Trotz der Abschwächung im zweiten Vierteljahr ist die Wirtschaft im drittgrößten Euro-Staat damit im ersten Halbjahr robust gewachsen.
Zuvor hatten schon die Niederlande über ein gutes Wachstum im zweiten Quartal berichtet. Im fünftgrößten Staat im Euro-Raum legte das Bruttoinlandsprodukt nach dem Wachstumseinbruch im ersten Quartal auf 0,1 Prozent nun um 1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Das ist die höchste Wachstumsrate in den Niederlanden seit zwei Jahren. Das Statistische Amt berichtete von einem etwas schwächeren Exportzuwachs, aber einem kräftigen Konsum und robusten Investitionen.
Experten rechnen mit starkem erstem Halbjahr
Am kommenden Montag werden die deutschen und europäischen Statistiker erste Schnellschätzungen für das jeweilige Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal veröffentlichen. Volkswirte erwarten mehrheitlich, daß auch diese Daten sehr gut ausfallen werden.
Die Wachstumsbeschleunigung gründet zum Teil darin, daß Ostern in diesem Jahr in das zweite Quartal fiel und daß die Bauwirtschaft nach dem kalten und langen Winter Aufträge nachholte. Sie zeigt aber auch an, daß der konjunkturelle Aufschwung im ersten Halbjahr deutlich Kraft gewonnen hat.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.382,67 | −0,82% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2457 | −0,25% |
| Rohöl Brent Crude | 105,70 $ | −1,08% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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