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Konjunktur schwächt sich weiter ab Japans Exporte nach Europa brechen um 20 Prozent ein

 ·  Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt steckt wohl in einer Rezession. Das deuten nun auch äußerst schwache Zahlen zum japanischen Außenhandel an. Der Druck auf Japans Notenbank wächst.

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Die Spannungen zwischen China und Japan sowie die sich abschwächende gesamtwirtschaftliche Nachfrage auf der ganzen Welt haben die japanischen Ausfuhren im Oktober bereits den fünften Monat in Folge sinken lassen. Die Exporte lagen nach amtlichen Angaben vom Mittwoch 6,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres und fielen damit deutlicher als von Volkswirten erwartet.

Die Ausfuhren nach Europa brachen sogar um 20 Prozent ein, was mit der Krise der Währungsunion in Verbindung gebracht wurde. Die Handelsdaten sind ein weiteres Indiz dafür, dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt bereits in einer Rezession stecken könnte. Entsprechendes signalisieren auch die jüngsten Wachstumsdaten: Das japanische Bruttoinlandsprodukt war im dritten Quartal um annualisiert 3,5 Prozent gesunken gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Inflationsziel von 2 Prozent für die Notenbank

Damit wächst auch der Druck auf die japanische Notenbank, noch mehr zu tun, um die Wirtschaft zu stimulieren. Medienberichten zufolge wollen die in den Umfragen für die im Dezember anstehenden Parlamentswahlen vorne liegenden Liberaldemokraten (LDP) der Bank of Japan ein Inflationsziel von zwei Prozent vorschreiben.

Dies zwänge sie zu einer aggressiveren Lockerung ihrer Geldpolitik. Zudem erwäge die Partei Gesetzesänderungen, um die Unabhängigkeit der Währungshüter zu reduzieren.

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Von Gerald Braunberger

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