Home
http://www.faz.net/-gqf-74hta
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Konjunktur schwächt sich weiter ab Japans Exporte nach Europa brechen um 20 Prozent ein

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt steckt wohl in einer Rezession. Das deuten nun auch äußerst schwache Zahlen zum japanischen Außenhandel an. Der Druck auf Japans Notenbank wächst.

© dpa Vergrößern Container-Schiff im Hafen von Tokyo: Der japanische Export lahmt.

Die Spannungen zwischen China und Japan sowie die sich abschwächende gesamtwirtschaftliche Nachfrage auf der ganzen Welt haben die japanischen Ausfuhren im Oktober bereits den fünften Monat in Folge sinken lassen. Die Exporte lagen nach amtlichen Angaben vom Mittwoch 6,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres und fielen damit deutlicher als von Volkswirten erwartet.

Die Ausfuhren nach Europa brachen sogar um 20 Prozent ein, was mit der Krise der Währungsunion in Verbindung gebracht wurde. Die Handelsdaten sind ein weiteres Indiz dafür, dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt bereits in einer Rezession stecken könnte. Entsprechendes signalisieren auch die jüngsten Wachstumsdaten: Das japanische Bruttoinlandsprodukt war im dritten Quartal um annualisiert 3,5 Prozent gesunken gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Inflationsziel von 2 Prozent für die Notenbank

Damit wächst auch der Druck auf die japanische Notenbank, noch mehr zu tun, um die Wirtschaft zu stimulieren. Medienberichten zufolge wollen die in den Umfragen für die im Dezember anstehenden Parlamentswahlen vorne liegenden Liberaldemokraten (LDP) der Bank of Japan ein Inflationsziel von zwei Prozent vorschreiben.

Mehr zum Thema

Dies zwänge sie zu einer aggressiveren Lockerung ihrer Geldpolitik. Zudem erwäge die Partei Gesetzesänderungen, um die Unabhängigkeit der Währungshüter zu reduzieren.

Quelle: Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Intensivere Zusammenarbeit Japan will Investitionen in Indien verdoppeln

Die japanischen Direktinvestitionen in Indien sollen sich in den kommenden 5 Jahren verdoppeln. Die beiden Staaten wollen zudem künftig in der Atompolitik enger zusammenarbeiten. Mehr

01.09.2014, 07:42 Uhr | Wirtschaft
Ifo-Index Deutsche Wirtschaft verliert Schwung

Die großen Konflikte in der Ukraine und dem Nahen Osten drücken die Stimmung in Deutschlands Chef-Etagen. Der wichtige Ifo-Index fällt ein weiteres Mal - und stärker als gedacht. Mehr

25.08.2014, 10:13 Uhr | Wirtschaft
Rüstungsindustrie Gabriel: Jobs für Waffenexporte nicht entscheidend

Angst um Arbeitsplätze dürfe keine ausschlaggebende Rolle für Rüstungsexporte spielen, sagt der Wirtschaftsminister. Außerdem fordert er, dass die Europäer in Sachen Rüstung enger zusammenarbeiten. Mehr

19.08.2014, 14:51 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 21.11.2012, 03:50 Uhr

Fast wie im Roman

Von Carsten Knop

Smartphones werden zur digitalen Wunderwaffe. Dass wir ihnen viele Daten anvertrauen, macht uns ein mulmiges Gefühl. Aber die Bequemlichkeit siegt. Mehr 2 8

Umfrage

Nerven Sie geschäftliche Mails im Feierabend?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Viel Geld für Werbung im Internet

Unternehmen investieren stark in Onlinewerbung – so auch Germanwings. Nur der Autobauer Volkswagen und die Auktionsplattform Ebay geben hierzulande mehr dafür aus. Mehr