http://www.faz.net/-gqe-74sbp
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 03.12.2012, 16:04 Uhr

Konjunktur Schwächt sich Amerikas Wirtschaft doch ab?

Zum ersten Mal seit der Präsidentschaftswahl ist in den Vereinigten Staaten der wichtige Einkaufsmanagerindex für die Industrie herausgekommen. Er fiel deutlich schwächer aus als erwartet.

© dpa Der alte und neue amerikanische Präsident Barack Obama unterschrieb im Februar 2009 ein beinahe 800 Milliarden Dollar umfassendes Programm, um die erlahmte Konjunktur anzukurbeln.

Die amerikanische Wirtschaft entwickelt sich womöglich doch schlechter. Der zumal an den Finanzmärkten viel beachtete Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management für das Verarbeitende Gewerbe der größten Volkswirtschaft der Welt für November ist von 51,7 auf 49,5 Punkte gesunken und damit unerwartet schwach ausgefallen. Professionelle Marktbeobachter prognostizierten einen Wert von 51,4. Das wäre zwar auch ein Rückgang gewesen. Die auf einer Umfrage basierende Kennzahl signalisiert allerdings bei Werten oberhalb von 50 eine zunehmende Wirtschaftsaktivität, bei Werten unterhalb dieser Schwelle eine zurückgehende.

Die konjunkturelle Entwicklung der Vereinigten Staaten war eines der zentralen Themen im zurückliegenden Präsidentschaftswahlkampf gewesen. Der weiterhin amtierende Präsident Barack Obama musste sich rechtfertigen ob der für amerikanische Verhältnisse im langfristigen Trend nach wie vor hohen Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote verharrt zwar weiter in der Nähe von 8 Prozent. Sie ist allerdings seit dem Jahresbeginn zurückgegangen. Außerdem sind in der privaten Wirtschaft in Amerika tendenziell jeden Monat des laufenden Jahres mehr neue Stellen geschaffen worden als erwartet.

Stütze für Europa - auch für Deutschland

Zuletzt hat sich dies auch in der jüngsten vorliegenden festen Wachstumszahl niedergeschlagen: Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt legte im dritten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 2,7 Prozent zu - deutlich stärker als zunächst in einer vorläufigen Schätzung angenommen. Wesentlich dazu beitragen auch die Exporte.

Mehr zum Thema

Eine stärkere wirtschaftliche Entwicklung in Amerika ist zugleich gut für die in einer Rezession steckenden Länder der Eurozone und auch für Deutschland, dessen Wirtschaft sich in diesem Umfeld weiterhin vergleichsweise robust zeigt. Noch vor den Vereinigten Staaten fällt aber die Rolle der Wachstumslokomotive weiterhin wesentlich China zu, für dessen Industrieproduktion am Wochenende zum ersten Mal seit ungefähr zwölf Monaten eine Steigerung vermeldet worden war.

Quelle: FAZ.NET

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Was Sie heute erwartet Deutschland ist drittgrößter Waffenexporteur

50 Tote in Schwulenclub - Schütze möglicherweise vom IS inspiriert. Trump fordert wegen Orlando-Massaker Obamas Rücktritt. Mehr

13.06.2016, 06:56 Uhr | Wirtschaft
Nach Massaker in Nachtclub Barrack Obama besucht Orlando

Nach dem Massaker in einem Nachtclub mit 50 Toten hat der amerikanische Präsident Barack Obama den Tatort in Orlando besucht. Dabei plädierte er für strengere Waffengesetze in den Vereinigten Staaten. Mehr

17.06.2016, 14:00 Uhr | Politik
Amerika nach Orlando Unfähig zur Eintracht

Die Zeiten, in denen Tragödien die Amerikaner einigten, sind vorbei. Und der Mörder von Orlando hat den Keil in der Gesellschaft noch tiefer getrieben. Ein Kommentar. Mehr Von Andreas Ross, Washington

13.06.2016, 22:35 Uhr | Politik
Wo soll das enden? Barack Obama attackiert Donald Trump

Der Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, hat den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ungewöhnlich scharf und emotional kritisiert. Mehr

15.06.2016, 16:41 Uhr | Politik
Orlando Obama besucht Überlebende der Terrorattacke

Wieder reist Obama an den Ort einer schrecklichen Bluttat; wieder wird in Amerika über schärfere Waffengesetze diskutiert. Ändert sich diesmal etwas? Mehr

16.06.2016, 22:06 Uhr | Politik

Ein neuer Deal für die Briten

Von Heike Göbel

Manche sagen, man müsse an den Briten jetzt ein Exempel statuieren, damit andere Länder nicht auch die EU verlassen. Das führt in die Irre. Es liegt im Interesse der EU, den Briten die Tür nicht zuzuschlagen. Mehr 90


Märkte nach dem „Brexit“
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Euro in Dollar --  --
  FTSE 100 --  --
  Pfund in Euro --  --
  Pfund in Dollar --  --
  Gold --  --

„World Wealth Report“ So viele Millionäre leben in Deutschland

Weltweit hat das Vermögen der Millionäre im vorigen Jahr um vier Prozent auf 58,7 Billionen Dollar zugelegt. Deutschland ist dabei unter den vier Ländern mit den meisten Millionären – und hatte überdurchschnittliche Zuwächse. Mehr Von Christian Siedenbiedel 80 48

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --