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Risikoabsicherung

Konjunktur Schwächt sich Amerikas Wirtschaft doch ab?

Zum ersten Mal seit der Präsidentschaftswahl ist in den Vereinigten Staaten der wichtige Einkaufsmanagerindex für die Industrie herausgekommen. Er fiel deutlich schwächer aus als erwartet.

© dpa Vergrößern Der alte und neue amerikanische Präsident Barack Obama unterschrieb im Februar 2009 ein beinahe 800 Milliarden Dollar umfassendes Programm, um die erlahmte Konjunktur anzukurbeln.

Die amerikanische Wirtschaft entwickelt sich womöglich doch schlechter. Der zumal an den Finanzmärkten viel beachtete Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management für das Verarbeitende Gewerbe der größten Volkswirtschaft der Welt für November ist von 51,7 auf 49,5 Punkte gesunken und damit unerwartet schwach ausgefallen. Professionelle Marktbeobachter prognostizierten einen Wert von 51,4. Das wäre zwar auch ein Rückgang gewesen. Die auf einer Umfrage basierende Kennzahl signalisiert allerdings bei Werten oberhalb von 50 eine zunehmende Wirtschaftsaktivität, bei Werten unterhalb dieser Schwelle eine zurückgehende.

Die konjunkturelle Entwicklung der Vereinigten Staaten war eines der zentralen Themen im zurückliegenden Präsidentschaftswahlkampf gewesen. Der weiterhin amtierende Präsident Barack Obama musste sich rechtfertigen ob der für amerikanische Verhältnisse im langfristigen Trend nach wie vor hohen Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote verharrt zwar weiter in der Nähe von 8 Prozent. Sie ist allerdings seit dem Jahresbeginn zurückgegangen. Außerdem sind in der privaten Wirtschaft in Amerika tendenziell jeden Monat des laufenden Jahres mehr neue Stellen geschaffen worden als erwartet.

Stütze für Europa - auch für Deutschland

Zuletzt hat sich dies auch in der jüngsten vorliegenden festen Wachstumszahl niedergeschlagen: Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt legte im dritten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 2,7 Prozent zu - deutlich stärker als zunächst in einer vorläufigen Schätzung angenommen. Wesentlich dazu beitragen auch die Exporte.

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Eine stärkere wirtschaftliche Entwicklung in Amerika ist zugleich gut für die in einer Rezession steckenden Länder der Eurozone und auch für Deutschland, dessen Wirtschaft sich in diesem Umfeld weiterhin vergleichsweise robust zeigt. Noch vor den Vereinigten Staaten fällt aber die Rolle der Wachstumslokomotive weiterhin wesentlich China zu, für dessen Industrieproduktion am Wochenende zum ersten Mal seit ungefähr zwölf Monaten eine Steigerung vermeldet worden war.

Quelle: FAZ.NET

 
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