Die schlechten Konjunkturdaten haben im Februar das Konsumklima belastet. In einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) schätzten die Verbraucher die Entwicklung sowohl der Konjunktur als auch der eigenen Einkommen schlechter ein als zuvor. Bedenken hinsichtlich des Arbeitsmarktes hätten die Entlastung durch die zum Jahresbeginn in Kraft getretene Steuerreform überwogen, hieß es.
Als Folge einer auf niedrigem Niveau verbesserten Anschaffungsneigung der Verbraucher stieg der Index des Konsumklimas im Februar dennoch auf 4,2 Punkte. Die GfK prognostiziert für März einen weiteren Anstieg auf 4,8 Prozentpunkte .
Die Gesellschaft erklärt die Kluft zwischen erwartet schlechteren Einkommensperspektiven und höherer Anschaffungsneigung damit, daß sich bei den Verbrauchern in den vergangenen Jahren der Konsumflaute Ersatzbedarf aufgebaut habe. Unabhängig von der Einkommensentwicklung werde dieser offensichtlich befriedigt.
Volkswirte werteten den abermaligen Anstieg des Index positiv. Sie warnen aber davor, die Umfrage unter 2000 Verbrauchern als klares Signal für eine Erholung der Konsumkonjunktur zu sehen. Nach einer Studie der Deka-Bank war der Konsumklima-Index in den vergangenen Jahren „wenig hilfreich“, um die Entwicklung des privaten Konsums zu erklären. Seit dem Jahr 2002 zeige sich sogar schon fast eine gegenläufige Bewegung, heißt es.
