13.08.2009 · Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum ist im zweiten Quartal dieses Jahres dank der Schwergewichte Deutschland und Frankreich nur noch leicht gesunken. Auch zahlreiche kleinere Länder konnten sich aus der Rezession befreien. Für das zweite Halbjahr erscheinen nunmehr moderate Wachstumsraten möglich.
Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum ist im zweiten Quartal dieses Jahres vor allem dank der Schwergewichte Deutschland und Frankreich nur noch leicht gesunken. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging lediglich um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorzeitraum zurück, nach einem Minus von 2,5 Prozent im ersten Vierteljahr, wie Eurostat am Donnerstag im Rahmen der ersten Veröffentlichung mitteilte.
Die Entwicklung deutet darauf hin, dass die Rezession in den 16 Euro-Länder im späten Frühjahr ihr Ende gefunden haben könnte. Für das zweite Halbjahr erscheinen nunmehr durchaus moderate Wachstumsraten möglich.
Spitzenreiter Slowakei, Schlusslicht Niederlande
Volkswirte hatten ursprünglich für das zweite Quartal einen BIP-Rückgang um 0,4 Prozent vorhergesagt. Nachdem für das deutsche und das französische BIP jedoch jeweils überraschend Wachstumsraten von 0,3 Prozent auf Quartalssicht gemeldet worden waren (siehe auch: Auch Frankreichs Wirtschaft wächst wieder), hatten die Experten bereits ihre Prognosen für das BIP im gesamten Euro-Raum angehoben.
Vor allem die Entwicklung in den kleineren Ländern dürfte dafür gesorgt haben, dass die gesamte Wirtschaftsleistung im Währungsraum nochmals gesunken ist. In einigen Staaten fielen die Rückgänge deutlich geringer aus als zu Jahresauftakt. Spitzenreiter war die Slowakei, wo die Wirtschaftsleistung um 2,2 Prozent zulegte, Schlusslicht waren dagegen die Niederlande mit einem BIP-Rückgang um 0,9 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schrumpfte das BIP im Euro-Raum im zweiten Quartal um 4,6 Prozent, nach einem Rückgang um 4,9 Prozent zu Jahresbeginn. Volkswirte hatten hier mit einem Minus von 5,0 Prozent gerechnet.
Eine zweite Veröffentlichung der BIP-Daten für den Euro-Raum und die gesamte EU mit Angaben zu den einzelnen Komponenten ist für den 2. September vorgesehen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.382,67 | −0,82% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2457 | −0,25% |
| Rohöl Brent Crude | 105,70 $ | −1,08% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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