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Konjunktur Konsumklima zur Zeit wieder freundlicher

27.10.2005 ·  Es ist ein monatliches Auf und Ab: Im Oktober hat sich das Konsumklima verbessert, sagen Marktforscher der GfK zurückhaltend. Verbraucher beurteilten ihre finanzielle Lage wie die wirtschaftliche Entwicklung spürbar zuversichtlicher.

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Die Kauflaune der deutschen Verbraucher hat sich im Oktober etwas verbessert und könnte sich der Gfk zufolge beim Weihnachtsgeschäft weiter aufheitern.

Das aus der monatlichen GfK-Umfrage für November berechnete Konsumklima verbesserte sich auf 3,4 von 3,1 Punkten im Vormonat, wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Donnerstag mitteilte. Die Verbraucher hätten sich zuversichtlicher zur Konjunkturlage und zur eigenen Einkommenssituation geäußert. Zudem seien sie wieder mehr bereit zu größeren Anschaffungen.

Noch kein Beleg für steten Aufschwung

Die positive Entwicklung ist nach GfK-Ansicht aber noch kein Beleg dafür, daß es mit der Stimmung der Verbraucher nun stetig aufwärts geht. Zudem sei weiter fraglich, ob der private Konsum in diesem Jahr überhaupt Wachstumsimpulse liefern könnte. „Die aktuelle Entwicklung könnte jedoch ein Hinweis darauf sein, daß das Weihnachtsgeschäft ein wenig die im Jahr 2005 weitgehend ausgebliebene Konsumlust beleben könnte.“

Die GfK interviewt jeden Monat 2000 Menschen zu ihren Konjunktur- und Einkommenserwartungen sowie ihrer aktuellen Bereitschaft, größere Einkäufe zu machen. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Mittel mit einem gleich bleibenden Konsumklima gerechnet, und selbst die optimistischste der 14 Prognosen lag unter dem Wert von 3,4 Punkten. Allerdings war die Stimmung der vom Ifo befragten Firmen in Deutschland im Oktober so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr (siehe: Ifo-Index auf Fünf-Jahres-Hoch).

Indikator auf Zick-Zack-Kurs

„Es sieht so aus, als würden immer mehr deutsche Konsumenten glauben, daß es mit der deutschen Konjunktur bergauf gehen könnte“, erklärte die GfK. Der Indikator Konjunkturerwartungen kletterte um rund sechs auf 1,4 Punkte und liegt damit erstmals seit Februar 2004 wieder über der Null-Linie. Das Ergebnis der Bundestagswahl habe sich offenbar positiv auf die Verbraucher ausgewirkt. „Die Konsumenten gehen wohl davon aus, daß die große Koalition in der Lage ist, die Akzente zu setzen, die der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt die notwendigen Impulse verleihen, um aus der Talsohle heraus zu gelangen.“ Als Grund für die zuversichtlichere Einkommenserwartung der Bürger vermutet die GfK den sinkenden Ölpreis, der auch das Tanken wieder billiger machte. Der entsprechende Teilindikator legte im Oktober auf minus 5,1 von minus 11,6 Zähler zu, blieb damit aber bei seinem Zickzack-Kurs.

Skeptisch für den privaten Konsum

Im Zuge der besseren Einkommenaussichten erholte sich auch die Bereitschaft der Menschen, größere Anschaffungen wie Waschmaschinen oder Fahrräder zu tätigen. Hier verbesserte sich die Anschaffungsneigung um 3,2 Punkte auf minus 10,2 Punkte, konnte jedoch den großen Verlust des Vormonats nicht aufholen.

Trotz dieser Hoffnungsschimmer bleibt die GfK vorerst skeptisch für den privaten Konsum. Ob die jüngste Entwicklung zu einem wirklichen Durchbruch über das Jahresende hinaus führt, hänge auch davon ab, ob die künftige Regierung eine Wende auf dem Arbeitsmarkt und bei der Haushaltssanierung schaffe. Die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten in ihrem Herbstgutachten wie die Bundesregierung, dass der private Konsum in diesem und im kommenden Jahr schrumpft.

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Von Susanne Preuß

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