09.11.2004 · Unter institutionellen Anlegern und Finanzmarktanalysten breitet sich zunehmend Konjunkturpessimismus aus. Der ZEW-Indikator der Konjunkturerwartungen bricht im November ein.
Unter institutionellen Anlegern und Finanzmarktanalysten breitet sich zunehmend Konjunkturpessimismus aus. Das zeigt eine Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Der Indikator der ZEW-Konjunkturerwartungen brach im November unerwartet von 31,3 auf 13,9 Punkte ein und liegt nun so niedrig wie zuletzt am Jahresbeginn 2003. Damit erwarteten die Befragten bis in das Frühjahr 2005 hinein eine Wachstumsverlangsamung für Deutschland, erklärte das ZEW. Volkswirte hatten mehrheitlich mit einer marginalen Verschlechterung des Index gerechnet.
Auch für den Euro-Raum sind die Analysten deutlich negativer gestimmt als noch im Oktober. Im Gegensatz zu den Konjunkturerwartungen werteten die vom ZEW befragten Analysten aber die derzeitige Konjunkturlage in Deutschland und im Euro-Raum abermals positiver als zuvor. Die Gründe für den Einbruch der Wachstumserwartungen sieht das ZEW in der erwarteten weltwirtschaftlichen Abkühlung und der jüngsten Aufwertung des Euro. In Verbindung mit der schwachen Binnennachfrage und dem hohen Ölpreis dämpfe dies die Perspektiven. Der ZEW-Indikator hat sich als vergleichsweise robuster Indikator der Entwicklung der Industrieproduktion (ohne Baugewerbe) herausgestellt. Volkswirte schreiben ihm zu, daß er der tatsächlichen Entwicklung rund sechs Monate vorauslaufe.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.383,40 | −0,77% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2452 | −0,29% |
| Rohöl Brent Crude | 105,74 $ | −1,04% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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