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Konjunktur IWH hebt Konjunkturprognose an

12.09.2006 ·  Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hat seine Konjunkturprognose für dieses Jahr angehoben. Für das kommende Jahr rechnen die Experten aber mit einem kräftigen Rückschlag. Schuld ist die Mehrwertsteuererhöhung, glauben die Forscher.

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Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hat seine Konjunkturprognose für dieses Jahr um 0,3 Prozentpunkte angehoben. Das Bruttoinlandsprodukt wird demnach in diesem Jahr um 2,0 Prozent steigen, erklärte der stellvertretende IWH-Präsident Udo Ludwig am Dienstag. Im nächsten Jahr steige das Bruttoinlandsprodukt nur noch um 0,8 Prozent.

„Der Aufschwung erfährt in diesem Jahr, wie in den bisherigen Konjunkturprognosen erwartet, vor allem Impulse aus dem Inland“, so Ludwig. Infolge der geplanten Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 sei in den ersten Monaten des nächsten Jahres nicht mit einer Fortsetzung des Konsumanstiegs zu rechnen, sondern mit einem kräftigen Rückschlag. „Der Kaufkraftverlust dürfte auch auf die gesamtwirtschaftliche Aktivität durchschlagen, da auf Grund schwächer werdender Konjunkturimpulse aus dem Ausland oder aus der inländischen Investitionsaktivität ein Ausgleich unwahrscheinlich ist“, erklärte der Konjunkturexperte.

IWF befürchtet Turbulenzen auf den Finanzmärkten

Unterdessen erklärte der IWF, zwar blieben die Aussichten für die Weltkonjunktur positiv, doch wenn ein oder mehrere Risikofaktoren negativ ausfielen, könne es zu Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten kommen.

Diese könnten schwerer ausfallen als im Mai und Juni dieses Jahres, als vor allem die Entwicklungsländer betroffen waren. Der IWF kommt in der nächsten Woche zu seiner Herbsttagung in Singapur zusammen.

Konjunktur sorgte für sinkende Arbeitslosenzahlen

Die deutsche Konjunktur sorgte IWH-Präsident Ludwig zufolge im ersten Halbjahr 2006 auch für eine leichte Absenkung der Arbeitslosenzahlen: „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich im Verlauf des Jahres 2006 infolge der anhaltend kräftigen Expansion der gesamtwirtschaftlichen Produktion weiter verbessern.“

Die Zahl der Erwerbstätigen werde im Jahresdurchschnitt um 160.000 Menschen bzw. 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunehmen. „Zu Beginn des Jahres 2007 wird sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt infolge der restriktiven Signale von der Finanzpolitik leicht eintrüben“, sagte er.

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Von Heike Göbel

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