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Konjunktur Industrie profitiert vom Ausland

04.11.2005 ·  Die deutsche Industrie profitiert weiterhin von einer kräftigen Nachfrage aus dem Ausland. Der Auftragseingang stieg im September im Volumen und um saisonale Effekte bereinigt 2,8 Prozent gegenüber dem Vormonat.

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Die deutsche Industrie profitiert weiterhin von einer kräftigen Nachfrage aus dem Ausland. Der Auftragseingang stieg im September im Volumen und um saisonale Effekte bereinigt 2,8 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Einbruch der Aufträge im August hat sich damit vorerst als Episode herausgestellt.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit gab es im September abermals viele Großaufträge, die schon im Frühsommer die Bestellungen stark gestützt hatten. So erhielten die Hersteller von Investitionsgütern im September 5,1 Prozent mehr Aufträge, die weit überwiegend aus dem Ausland kamen. Die Hersteller von Vorleistungsgütern meldeten ein Auftragsplus von 1 Prozent. Abermals sanken die Aufträge der Konsumgüterproduzenten, und zwar um 1,9 Prozent.

Dank der guten Auslandsnachfrage weist der Aufwärtstrend der gesamten Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe weiterhin aufwärts, wenn auch zuletzt abgeschwächt. Die inländische Nachfrage, die im ersten Halbjahr stieg, schwächelte dagegen im Spätsommer. Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich August/September zu Juni/Juli ergab sich hier ein Minus von 0,9 Prozent. Dies gründet vor allem in einer deutlichen Verringerung der inländischen Bestellungen von Konsumgütern, was auf einen weiterhin schwachen Konsum hindeutet. Deutlich weniger stark wuchsen zuletzt aber auch die inländischen Aufträge für Investitionsgüter.

Im gesamten dritten Quartal verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe dennoch ein Auftragsplus von 4,7 Prozent. Dies ist der höchste Zuwachs seit dem Jahr 2000 und zeigt eine gut laufende Industriekonjunktur an. Jüngste Umfragen unter den Unternehmen deuten darauf hin, daß die Nachfrage sich im Oktober abermals verstärkte und die wirtschaftliche Erholung auch in den kommenden Monaten andauern dürfte.

Quelle: pwe. / F.A.Z., 05.11.2005, Nr. 258 / Seite 14
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