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Konjunktur Industrie erhält weniger Aufträge

04.11.2004 ·  Die Zeichen für eine Abschwächung der konjunkturellen Dynamik in Deutschland mehren sich. Die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes haben im September 0,2 Prozent weniger Bestellungen erhalten als im August.

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Die Zeichen für eine Abschwächung der konjunkturellen Dynamik in Deutschland mehren sich. Die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes haben im September 0,2 Prozent weniger Bestellungen erhalten als im August.

Bankvolkswirte hatten in der Mehrzahl mit einem deutlichen Anstieg nach dem durch die späten Sommerferien bedingten schlechten Auftragseingang im August gerechnet. Diese Erwartung hat getrogen. Im gesamten dritten Quartal lag der Auftragseingang um 0,4 Prozent unter dem Frühjahrsquartal. Im Zeitraum April bis Juni war der Auftragseingang noch um starke 1,8 Prozent gestiegen. Das Bundeswirtschaftsministerium, das die Angaben zum Auftragseingang am Donnerstag veröffentlichte, erwartet noch eine "spürbare Aufwärtskorrektur" der Daten für September.

Nach den jetzt vorliegenden Angaben gingen die Bestellungen aus dem Inland im September um 1,6 Prozent zurück, während die Aufträge aus dem Ausland um 1,3 Prozent zulegten. Das reichte aber auch bei den Auslandsbestellungen nicht aus, um das Minus des Vormonats auszugleichen. Analysten werten als problematisch, daß die Nachfrage aus dem Inland gar keine Besserung zeige. Im dritten Vierteljahr fielen die Inlandsbestellungen um 1,2 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal, während der Auftragseingang aus dem Ausland nur um 0,5 Prozent zurückging.

Vom jüngsten Rückgang sind vor allem die Hersteller von Konsumgütern betroffen. Im Zweimonatsvergleich August/September zu Juni/Juli erhielten sie 3,8 Prozent weniger Aufträge. Die Hersteller von Vorleistungsgütern meldeten ein Minus von 0,5 Prozent, während die Produzenten von Investitionsgütern ein Plus von 0,1 Prozent erzielten.

Quelle: pwe. / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2004, Nr. 259 / Seite 15
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Von Heike Göbel

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