06.07.2005 · Die deutschen Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe haben im Mai deutlich mehr Aufträge erhalten als erwartet. Auch aus dem Ausland kommen wieder Bestellungen - als Folge auch der Euro-Abwertung.
Die deutschen Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe haben im Mai deutlich mehr Aufträge erhalten als erwartet. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums stieg der Auftragseingang preis- und saisonbereinigt um 2,7 Prozent gegenüber April. Dazu beigetragen hätten auch Großaufträge, hieß es.
Volkswirte hatten durchschnittlich ein Plus von 1,1 Prozent erwartet. Sie werteten den kräftigen Anstieg als Gegenbewegung zum April, in dem die Bestellungen um 2,6 Prozent gefallen waren. Teilweise wurde das Plus auch mit der Euro-Abwertung begründet. Warnend wiesen sie darauf hin, daß die Bestellungen bislang geringer seien als im ersten Quartal.
Die Bestellungen aus dem Ausland legten im Mai um 5 Prozent zu, die inländischen Aufträge um 0,5 Prozent. Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich April/Mai gegenüber Februar/März gaben die ausländischen Bestellungen um 1,1 Prozent nach, während die inländischen Aufträge um 0,7 Prozent zulegten. In diesem Vergleich erhielten die Hersteller von Investitionsgütern 1,3 Prozent weniger Aufträge, während die nachfrage gerade bei den Konsumgüterfabrikanten weiter um 1,8 Prozent wuchs.
In diesem Bereich zeigte sich die Inlandsnachfrage unverändert stark. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) zeigte sich erfreut, daß die Nachfrageimpulse in den vergangenen Monaten verstärkt aus dem Inland gekommen seien.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.383,40 | −0,77% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2452 | −0,29% |
| Rohöl Brent Crude | 105,74 $ | −1,04% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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