Home
http://www.faz.net/-gqf-756g8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Konjunktur in Deutschland Ifo-Index steigt den zweiten Monat in Folge

Nach der überraschenden Verbesserung der Konjunkturerwartungen deutscher Unternehmenslenker im November ist der Ifo-Index nun abermals gestiegen. Das ist kein schlechtes Zeichen.

© dapd Vergrößern Kurz vor Weihnachten gibt es wieder bessere Nachrichten über die Konjunktur.

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Dezember den zweiten Monat in Folge aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg leicht von 101,4 auf 102,4 Punkte, teilte das in München ansässige Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo mit. Professionelle Marktbeobachter hatten einen geringeren Anstieg auf 102 Punkte erwartete.

Infografik / Ifo-Geschäftsindex Dezember 2012

Ebenfalls zulegen konnte, und das ist kein schlechtes Zeichen, die Index-Komponente, welche die Geschäftserwartungen der Unternehmensführer abbildet. Sie stieg von 95,2 auf 97,9 Punkte. Einzig die Frage, wie die Unternehmen ihre derzeitige Geschäftslage einschätzen, fiel etwas schlechter aus - der entsprechende Index sank von 108,1 auf 107,1 Punkte.

Goldman: Tiefpunkt im vierten Quartal erreicht

Der Ifo-Index basiert auf einer Umfrage unter 7000 Unternehmen und ist für Deutschland der wichtigste Konjunkturindikator. Im November war der Index - überraschend - zum ersten Mal gestiegen, nachdem er zuvor sechs Monate in Folge zurück gegangen war. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hatte sich auch in Deutschland abgeschwächt, viele europäische Länder stecken bereits in einem rezessiven Umfeld fest.

Mehr zum Thema

„Der Anstieg des Ifo-Index ist natürlich positiv. Nicht so gut ist die Tatsache, dass die aktuelle Lage abermals schlechter eingeschätzt wird“, sagt Dirk Schumacher, Ökonom der Bank Goldman Sachs: „Das stimmt mit unserer Prognose überein, wonach wir im vierten Quartal den konjunkturellen Tiefpunkt mit einem kleinen Rückgang
des Bruttoinlandsproduktes gesehen haben dürften.“ Andreas Scheuerle von der Dekabank kommentiert: „Die Adventszeit lässt auch die Hoffnung auf eine Belebung der derzeit schrumpfenden deutschen Volkswirtschaft aufkeimen.“

Quelle: RTR

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Aktienmarkt Gescheiterte Fusion lässt Dialog-Anleger kalt

Vor drei Wochen noch der Himmel voller Geigen, jetzt das Aus: Dialog Semiconductor und AMS werden nicht fusionieren. Aber die Börse kratzt das wenig. Mehr

22.07.2014, 09:59 Uhr | Finanzen
Enttäuschende Geschäftszahlen Die Kurse sind den Gewinnen enteilt

In Amerika übertreffen die ersten Quartalsergebnisse die Erwartungen. Doch am deutschen Markt müssen einige Unternehmen ihre Gewinnziele verringern. Mehr

15.07.2014, 18:56 Uhr | Finanzen
Aktienmarkt Fed-Chefin Yellen vertreibt Anleger

Amerikas Notenbank-Chefin Yellen sieht Aktien aus einigen Branchen als „hoch bewertet“ an. In Deutschland standen die Aktien von Drägerwerk und der Software AG unter Druck. Mehr

15.07.2014, 10:19 Uhr | Finanzen

Eigennützige Rüge für die Deutsche Bank

Von Markus Frühauf

Der amerikanische Steuerzahler hat nicht vergessen, dass er infolge der Finanzkrise 8,5 Milliarden Dollar an die Deutsche Bank zahlte. Droht nun eine ähnlich hohe Strafe für das Geldhaus? Mehr 3 5


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Wirtschaft in Zahlen Israel auf Importe angewiesen

Israels Industrie gilt als hoch entwickelt. Das Land exportiert Medikamente, Software und andere Hochtechnologie. Dennoch überwiegen im Außenhandel noch immer die Importe. Mehr