http://www.faz.net/-gqe-774y2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 22.02.2013, 12:06 Uhr

Konjunktur in Deutschland Ifo-Geschäftsklima legt das vierte Mal in Folge zu

Die Stimmung in der Wirtschaft hat sich im Februar abermals verbessert: Der Ifo-Geschäftsklimaindex legte den vierten Monat in Folge zu. Zuletzt hatten schwächelnde Exporte die Konjunktur belastet.

© dpa Die Stimmung in der Wirtschaft ist so gut wie seit zehn Monaten nicht mehr

Die deutsche Wirtschaft steht vor einem Aufschwung. Die Stimmung in den Chefetagen hellte sich im Februar bereits den vierten Monat in Folge auf. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte um 3,1 auf 107,4 Punkte, teilte das Münchner Ifo-Institut am Freitag mit. Das ist der beste Wert seit zehn Monaten.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur ein Plus auf 105,0 Punkte erwartet. „Die deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Sowohl in der Industrie als auch bei den Dienstleistern, im Großhandel und in der Bauwirtschaft erhielt das Lager der Konjunkturoptimisten Zulauf.

Infografik / Ifo-Geschäftsklimaindex / Februar 2013 © F.A.Z. Vergrößern Ifo-Geschäftsklimaindex Februar 2013

Die 7000 befragten Manager bewerteten die Aussichten für die kommenden sechs Monate erneut besser: Das Barometer kletterte um 4,0 auf 104,6 Punkte, während Ökonomen nur mit 101,3 Punkten gerechnet hatten. Die Lage wurde ebenfalls besser eingeschätzt. Dieser Index legte um 2,1 auf 110,2 Zähler zu, womit die Analystenprognose von 108,5 Zählern übertroffen wurde.

Mehr zum Thema

Die Industrie setzt auf ein gutes Auslandsgeschäft. „Die Exporterwartungen sind weiter gestiegen und liegen nun über ihrem langfristigen Durchschnitt“, sagte Sinn. Noch am Jahresende waren die Exporte so stark eingebrochen wie seit Anfang 2009 nicht mehr.

In der Baubranche wurden die Geschäftsaussichten so positiv eingeschätzt wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. „Dem Bau geht es sehr gut, die Auftragsbücher sind voll“, sagte Ifo-Experte Wohlrabe.

Damit mehren sich die Hinweise, dass das Bruttoinlandsprodukt zu Jahresbeginn wieder wächst. Im vierten Quartal 2012 war es mit 0,6 Prozent so stark eingebrochen wie seit dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise Anfang 2009 nicht mehr. „Schon im ersten Quartal werden wir wieder ordentliches Wachstum sehen, das den heftigen Rückgang zum Jahresende größtenteils kompensiert“, sagte der Chefvolkswirt der staatlichen Förderbank KfW, Jörg Zeuner. „Ich rechne mit einem Quartalsplus von 0,4 Prozent.“ Ifo-Experte Klaus Wohlrabe erwartet ein Plus von 0,2 Prozent.

© reuters Deutschland exportiert sich aus der Krise

Quelle: RTR

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Ifo-Geschäftsklima Brexit schlägt deutschen Firmen nur leicht aufs Gemüt

Zum ersten Mal nach dem Brexit-Votum hat das Ifo-Institut seinen Geschäftsklimaindex erhoben. Die Stimmung hat sich kaum eingetrübt. Mehr

25.07.2016, 10:39 Uhr | Wirtschaft
Fahrbericht Toyota Prius

Der Toyota Prius ist Vorreiter einer ganzen Generation Autos. Als Hybrid-Pionier führte der Prius lange die Spitze dieser Gruppe an. Doch die anderen Autobauer haben aufgeholt. Kann die vierte Generation Prius da noch mithalten? Mehr

25.07.2016, 14:22 Uhr | Technik-Motor
Nachwehen des Brexit-Votums Stimmung der britischen Verbraucher im Keller

Die britischen Verbraucher sind nach dem Brexit-Votum in schlechter Stimmung. Sie sorgen sich vor allem um den Wert ihrer Eigenheime. Aber das ist nicht das einzige Problem. Mehr

28.07.2016, 07:47 Uhr | Wirtschaft
Nach dem Amoklauf Fassungslosigkeit in München, Solidarität in Paris

Nach dem Amoklauf in München herrscht weiterhin Fassungslosigkeit in der bayrischen Landeshauptstadt. Ein im wahrsten Sinne des Wortes strahlendes Beispiel der Anteilnahme haben die Betreiber des Eiffelturms gesetzt – die Stahlkonstruktion leuchtete in Gedenken an die Toten von München in den deutschen Nationalfarben. Mehr

24.07.2016, 17:43 Uhr | Gesellschaft
Marktbericht Commerzbank-Zahlen und Stresstest machen Anleger nervös

Der Dax ist am Dienstag etwas fester aus dem Handel gegangen. Die Anleger blieben aber aus Angst vor Milliardenlöchern in den Bilanzen europäischer Banken skeptisch. Die Commerzbank-Aktie war mit mehr als 6 Prozent im Minus der Verlierer des Tages. Mehr

26.07.2016, 18:31 Uhr | Finanzen

Hillary Clintons halbgare Agenda

Von Winand von Petersdorff, Washington

Der Unterschicht in Amerika geht es richtig übel. Vor allem Schwarze und hispanische Amerikaner haben kaum Chancen auf Aufstieg. Hillary Clinton gibt sich als Bürgerrechtsanwältin für die Schwachen. Reicht das? Mehr 2 16

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden