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Konjunktur Ifo: Arbeitslosigkeit auch 2006 auf hohem Niveau

23.06.2005 ·  Die Konjunktur in Deutschland findet nach Einschätzung des Ifo-Institutes erst im kommenden Jahr langsam aus dem Tal. Die Arbeitslosigkeit werde nur leicht sinken.

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Das Münchner Ifo-Institut erwartet für dieses Jahr ein etwas höheres Wirtschaftswachstum, als die sechs führenden Forschungsinstitute in ihrem Gemeinschaftsgutachten vorhergesagt hatten.

In diesem Jahr sei mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,8 Prozent zu rechnen, teilte das Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Donnerstag in München mit. Im Gemeinschaftsgutachten waren die sechs Institute, zu denen das Ifo zählt, im April nur von 0,7 Prozent ausgegangen; die letzte eigene Ifo-Prognose vom Dezember hatte bei 1,2 Prozent gelegen. Ein BIP-Wachstum in dieser Höhe erwartet das Ifo nun für das nächste Jahr. Hier hatten die Institute ein BIP-Plus von 1,5 Prozent vorhergesagt.

Inflation bleibt unter zwei Prozent

„In Deutschland fehlen die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte immer noch fast vollständig“, erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Die Konsumnachfrage und vor allem die Nachfrage nach privaten Investitionsgütern, die angesichts des stürmischen Aufschwungs der Weltwirtschaft im letzten Jahr hätten steigen müssen, seien schwach geblieben. Die gesamten Investitionen einschließlich der Bauinvestitionen werden dem Ifo zufolge sogar weiter fallen.

Zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums im nächsten Jahr sollte dem Ifo zufolge die verbesserte Weltkonjunktur beitragen. Die Inflationsrate werde trotz des Ölpreisschubes im Durchschnitt des Prognosezeitraums unter der Zwei-Prozent-Marke bleiben.

Arbeitslosigkeit sinkt kaum

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher auch im kommenden Jahr auf hohem Niveau verharren. Es sei nur ein leichter Rückgang der Arbeitslosenzahl von 4,86 auf 4,76 Millionen zu erwarten, sagte Sinn.

Die leichte Entspannung sei allein auf Ein-Euro-Jobs zurückzuführen. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen werde damit trotz der Arbeitsmarktreformen immer noch deutlich höher sein als 2004, als im Schnitt 4,38 Millionen Menschen Arbeit suchten.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters und dpa
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