Das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland 2007 und 2008 deutlich erhöht. Der Aufschwung in Deutschland halte an, heißt es im am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturbericht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in diesem Jahr um 2,3 Prozent wachsen und im kommenden Jahr um 2,4 Prozent. Bisher hatten die Forscher für 2007 lediglich ein Wachstum von 1,7 Prozent und für 2008 von 2,0 Prozent veranschlagt.
Die Experten rechnen außerdem mit einer deutlichen Verbesserung am Arbeitsmarkt, die zu steigenden Konsumausgaben der Haushalte führen werde. Der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI), Thomas Straubhaar, rechnet mit einem Durchbruch am Arbeitsmarkt. „Es wird einen massiven Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse geben“, sagte Straubhaar am Donnerstag im Reuters-Interview in Hamburg. Die Forscher rechnen 2007 mit einer halben Million zusätzlicher vollwertiger Arbeitsplätze, 2008 könnten es noch einmal 220.000 mehr werden. „Das sind gute Jobs, mit denen man sich entscheiden kann, zum Beispiel eine Familie zu gründen.“ Insgesamt werde die Zahl der Arbeitslosen im laufenden Jahr im Schnitt auf 3,75 nach 4,49 Millionen in 2006 sinken. „Die Menschen haben mehr Geld zum Ausgeben“, sagte Straubhaar.
Die Teuerung liegt laut HWWI 2007 bei 1,6 und 2008 bei 1,5 Prozent. Im Zuge der positiven Wirtschaftsentwicklung werde die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 2007 um etwa 500 000 und 2008 um weitere 220 000 Personen steigen. Die Zahl der Arbeitlosen werde 2007 auf im Jahresdurchschnitt 3,75 Millionen und 2008 auf 3,45 Millionen zurückgehen.
