16.10.2006 · Die Stimmung unter Deutschlands kleinen und mittleren Unternehmen hat sich im September leicht erholt. Das KfW-Ifo-Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen verbesserte sich um 1,1 auf 20,1 Punkte.
Die Stimmung unter Deutschlands kleinen und mittleren Unternehmen hat sich im September leicht erholt. Das KfW-Ifo-Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen verbesserte sich um 1,1 auf 20,1 Saldenpunkte und liegt damit weiterhin deutlich über der Nullinie, die den langjährigen Mittelwert kennzeichnet.
Während sich die Geschäftslage nach dem Rückgang vom Vormonat wieder um 5,5 auf 32,5 Punkte erholt hat, trübten sich die Erwartungen um 3,1 auf nun 7,5 Punkte ein. Damit hat sich der Abstand zwischen Geschäftslage und Geschäftserwartungen abermals ausgeweitet, eine Entwicklung, die nun schon seit sechs Monaten anhält. Mittlerweile hat er sich auf 25 Punkte ausgedehnt - soviel wie seit 1992 nicht mehr. Dabei wird eine positive Differenz zwischen Geschäftslage und Geschäftserwartungen weithin mit einer sich abkühlenden konjunkturellen Dynamik in Verbindung gebracht. Insgesamt ist der Zusammenhang zwischen Geschäftslage und -erwartungen sehr hoch. Da es aber immer wieder Phasen divergierender Entwicklungen gab, die dann nachträglich korrigiert wurden, sollte man den jüngsten deutlichen Rückgang der Erwartungskomponente nach Meinung von KfW und Ifo-Institut nicht überinterpretieren. Darüber hinaus solle es nicht verwundern, daß in einer Situation, in der die Geschäftslage als außerordentlich gut beurteilt wird, der Anteil derer, die eine weitere Verbesserung erwarten, relativ gering ist.
Unternehmen erwarten mehr Beschäftigung
Die größte Verbesserung des Geschäftsklimas war im Verarbeitenden Gewerbe zu beobachten; die Stimmung hellte sich um 3,8 Punkte auf. Leicht zulegen um 1,8 beziehungsweise 1,3 Punkte konnte auch das Klima in Einzelhandel und im Großhandel. Dagegen erfuhr das Bauhauptgewerbe einen kräftigen Dämpfer. Hier trübte sich die Stimmung um 5,8 Saldenpunkte ein. Dies entspricht etwa dem Dreifachen einer durchschnittlichen Monatsschwankung. Getrieben war diese Eintrübung hauptsächlich von den deutlich pessimistischeren Erwartungen. Diese gaben um 10,7 Punkte nach und liegen nun mit 4,0 Punkten wieder unterhalb des langjährigen Mittelwerts. Neben der erwarteten Mehrwertsteuererhöhung dürfte hierfür vor allem der auslaufende Sondereffekt der Fußballweltmeisterschaft und der damit verbundenen Baumaßnahmen verantwortlich sein. Daneben war das zweite Quartal auch durch Nachholeffekte nach dem außergewöhnlich kalten Winter geprägt, die nun weitgehend abgearbeitet sein dürften.
Erfreulich ist, daß sich die Beschäftigungserwartungen um 0,9 Punkte verbessern konnten und mit 14,4 Punkten weiter deutlich im positiven Bereich liegen. Es ist damit zu rechnen ist, daß sich der jüngste moderate Beschäftigungsaufbau auch in den nächsten Monaten fortsetzen wird.
Die Position des Mittelstandes gegenüber den Großunternehmen änderte sich im letzten Monat kaum. Der relative Mittelstandsindikator verbesserte sich mit einem Anstieg von 0,4 Punkten nur wenig. Die Absatzpreiserwartungen liegen nun bei 16,5 Punkten und damit 1,1 Punkte niedriger als zuvor.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.383,50 | −0,76% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2452 | −0,29% |
| Rohöl Brent Crude | 105,74 $ | −1,04% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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