http://www.faz.net/-gqe-8yqi8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 12.06.2017, 10:57 Uhr

Konjunktur Fünf Prozent Wirtschaftswachstum in der Türkei

Der Staat wird autoritärer, die Meinungsfreiheit eingeschränkt, viele Touristen bleiben weg: Dennoch wächst die türkische Wirtschaft schneller als gedacht. Warum?

© dpa Das Schiff „Pioneering Spirit“ durchquert den Bosporus in Istanbul.

Die Konjunktur in der Türkei zieht offenbar unerwartet stark an. Die Wirtschaftsleistung des Landes (Bruttoinlandsprodukt) stieg zwischen Januar und März um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie das türkische Statistikamt an diesem Montag mitteilte.

Das ist mehr als das Plus von 3,5 Prozent Ende des Jahres 2016 und die von Ökonomen zuvor erwarteten vier Prozent. Nach dem gescheiterten Putsch im Juli des vergangenen Jahres war die Wirtschaft im dritten Quartal um 1,3 Prozent geschrumpft und damit erstmals seit sieben Jahren. Die Regierung beschloss daraufhin Maßnahmen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Mehr zum Thema

Die Anti-Krisen-Maßnahmen der Regierung hätten sich positiv niedergeschlagen, sagte Timothy Ash vom Finanzdienstleister BlueBay Asset Management. „Dies unterstreicht die außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit der türkischen Wirtschaft, mit günstiger Demografie, starken Banken und starken öffentlichen Finanzen.“

Zum Vorquartal kletterte das BIP um 1,4 Prozent. Die deutsche Wirtschaft legte nach dieser Rechnung um 0,6 Prozent zu. Die positiven Daten dürften dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Rückenwind verleihen. Finanzminister Naci Agbai geht nach eigenen Angaben davon aus, dass steigende Konsumausgaben und Steuersenkungen die Konjunktur in den nächsten Quartalen weiter stützen.

Daimler am Pranger

Von Susanne Preuß, Stuttgart

Daimler hat ein Super-Ergebnis erwirtschaftet. Die Führung sollte sich jetzt nicht daran ergötzen, sondern alles dran setzen, dass der dramatische Ansehensverlust aufgehalten wird. Mehr 6 12

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage