Home
http://www.faz.net/-gqf-qets
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Konjunktur Firmen skeptischer als im Herbst

11.04.2005 ·  Die Stimmung der deutschen Unternehmen hat sich nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) abermals verschlechtert. Das gilt für die aktuelle Geschäftslage wie die Erwartungen.

Artikel Lesermeinungen (0)

Die deutschen Firmen sehen die wirtschaftliche Entwicklung derzeit etwas kritischer als noch im Herbst. Dennoch erwartet weiterhin eine Mehrheit der vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) befragten 1500 Unternehmen, daß ihre Geschäfte in diesem Jahr besser laufen.

„Einen Rückfall in die Stagnation schließen wir derzeit aus", sagte IW-Chef Michael Hüther am Montag bei der Vorstellung der Frühjahrsumfrage seines Instituts. 35 Prozent der ostdeutschen und 39 Prozent der westdeutschen Unternehmen erwarten in diesem Jahr einen Produktionszuwachs, nur jeweils ein Viertel fürchtet einen Geschäftsrückgang. „Im Osten haben mit 44 beziehungsweise 46 Prozent sogar mehr Konsum- beziehungsweise Investitionsgüterhersteller ein Output-Plus auf der Rechnung als vor einem halben Jahr.“ Die Firmen setzen dabei vor allem auf den Export: Mehr Ausfuhren erwarten 38 Prozent der Firmen, nur 13 Prozent beurteilen ihre Exportaussichten skeptisch. „Zudem signalisiert die IW-Umfrage, daß der Investitionsmotor wieder anspringt.“ Auf dem Arbeitsmarkt jedoch deute sich noch keine Trendwende an.

Insgesamt hat die Skepsis der Firmen über ihre gegenwärtige Lage und ihre Perspektiven etwas zugenommen. Nur noch 29 Prozent der ostdeutschen Firmen berichteten von einer steigenden Produktion gegenüber dem Vorjahr - nach 35 Prozent im Herbst. „Im Westen beobachten derzeit 33 Prozent der Firmen ein Produktionszunahme - acht Prozentpunkte weniger als zuvor", erläuterten die Konjunkturforscher. Mitte Februar hatte das IW seine Wachstumsprognose für Deutschland auf 1,5 von zuvor 2,0 Prozent gesenkt. Viele andere Institute und Banken sind sogar noch deutlich skeptischer.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Die Energiekanzlerin

Von Andreas Mihm

Angela Merkel zieht die Koordination des Umbaus der Stromversorgung an sich. Das ist eine Machtverschiebung mit Folgen. Mehr

23.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.285,75 −2,33%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.376,54 −2,24%
Dow Jones 12.496,20 −0,05%
EUR/USD 1,2585 −0,77%
Rohöl Brent Crude 106,03 $ −2,05%
Gold 1.582,50 $ 0,00%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.