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Konjunktur : Die Eurozone lässt die Rezession hinter sich

  • Aktualisiert am

Lichtblick in Euroland Bild: dpa

Nach einer sechs Quartale dauernden Misere bereiten Deutschland und Frankreich dem Abschwung im Euroraum ein Ende. Damit hat die Eurozone die längste Rezession ihrer Geschichte überwunden. Ein Lichtblick kommt auch aus Portugal.

          Die Eurozone hat die längste Rezession ihrer Geschichte überwunden. Die Wirtschaftsleistung legte im Frühjahr um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Zuvor war die Wirtschaft in den 17 Staaten der Währungsunion sechs Quartale in Folge geschrumpft. Analysten hatten nur mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent gerechnet, nachdem die Wirtschaft noch zu Jahresbeginn um 0,3 Prozent geschrumpft war.

          Für die entscheidenden Impulse sorgten die beiden Schwergewichte im Währungsraum: Die deutsche Wirtschaft legte um 0,7 Prozent zu, während das Bruttoinlandsprodukt in Frankreich überraschend deutlich um 0,5 Prozent stieg.

          Italien kämpft sich unterdessen langsam aus der längsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Von April bis Juni schrumpfte die Wirtschaft nur noch um 0,2 Prozent. Es war das achte Quartal mit einem Minus beim Bruttoinlandsprodukt in Folge. Auch Spanien sieht Licht am Ende des Tunnels: Die Wirtschaft schrumpfte nur noch minimal um 0,1 Prozent. Weiter in der Rezession stecken ebenfalls die Niederlande, hier ging es um 0,2 Prozent bergab. In Zypern, das am Tropf internationaler Geldgeber hängt, schrumpfte die Wirtschaft hingegen um 1,4 Prozent zum Vorquartal.

          Lichtblick aus Portugal

          Überraschend positiv entwickelte sich die Wirtschaft in Portugal. Hier zog die Konjunktur erstmals seit rund zweieinhalb Jahren an - und zwar um 1,1 Prozent. Gestützt wurde die gute Wirtschaftsentwicklung nach zehn Schrumpfquartalen durch Investitionen im Bausektor und eine starke Belebung der Exporte. Nach Darstellung der Statistiker profitierte der Export von der Tatsache, dass die Osterfeiertage im März lagen. Auch wachsende Nachfrage aus Ländern außerhalb der EU wie den portugiesischsprachigen Ländern Angola und Brasilien spielten eine Rolle.

          Zur Abwendung einer Staatspleite hatte Portugal 2011 von der Eurozone und dem Internationalen Währungsfonds ein Hilfspaket über 78 Milliarden Euro erhalten. Dafür verpflichtete sich Lissabon zu einem strengen Sanierungskurs. Zuletzt hatte eine eine schwere Regierungskrise für Verunsicherung gesorgt.

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