23.10.2009 · Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich auch im Oktober leicht aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg nach 91,3 Punkten im September auf einen Wert von 91,9 Punkten. Experten hatten mehr erwartet.
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober zum siebten Mal in Folge aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg von 91,3 Punkten im Vormonat auf 91,9 Punkte, wie das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Freitag in München mitteilte. Experten hatten mit einem etwas deutlicheren Anstieg gerechnet.
„Die Erholung setzt sich zögerlich fort“, erklärte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn laut Mitteilung. Der ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Monatlich befragt das Institut rund 7000 Unternehmen aus Industrie, Einzel- und Großhandel sowie Bauwirtschaft nach ihren Einschätzungen zur derzeitigen Wirtschaftslage und ihren Zukunftsaussichten. Im Oktober verbesserte sich der Lage-Index nur leicht von 87,1 auf 87,3 Punkte. Der Index für die Geschäftserwartungen legte von 95,7 auf 96,8 Punkte zu.
Simon Junker von der Commerzbank kommentiert die Zahlen: „Wir hatten einen deutlicheren Anstieg erwartet. Unter dem Strich bleibt: Der Ifo-Index nimmt schon vorweg, dass sich das starke zweite Halbjahr nicht so im kommenden Jahr fortschreiben lassen dürfte.“ Andreas Scheuerle von der Deka-Bank sagt, der Ifo unterstreiche „einmal mehr, dass wir uns in der Erholungsphase nach der Krise befinden, aber auch dass diese Erholung gespickt mit Schlaglöchern sein wird.“
Im verarbeitenden Gewerbe sei das Geschäftsklima etwas weniger schlecht als im Vormonat (Ifo-Geschäftsklima auf höchstem Stand seit einem Jahr). Die weiterhin unbefriedigende Geschäftssituation der Industriefirmen habe sich geringfügig entspannt, heißt es in der Mitteilung. Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten seien die Befragten zuversichtlicher als im September. Trotz der Aufwertung des Euro erwarteten die Unternehmen etwas bessere Exportchancen. Den Personalabbau planten die Unternehmen etwas zu verlangsamen.
Der Großhandel beurteile die aktuelle Geschäftssituation merklich besser als im Vormonat. Allerdings nehme die Skepsis der Unternehmen wieder zu. Das gelte auch für die Einzelhändler, sie seien noch dazu aber schon jetzt unzufriedener mit ihrer momentanen Geschäftslage. Das Geschäftsklima hat sich im Einzelhandel daher verschlechtert.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.381,79 | −0,89% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2448 | −0,32% |
| Rohöl Brent Crude | 105,77 $ | −1,01% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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