31.07.2006 · Die Lohnkosten in Deutschland steigen nach Angaben des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) innerhalb der Europäischen Union am geringsten an. Damit könne Deutschland zu einer ökonomischen Belastung für Europa werden, so das WSI.
Die Lohnkosten in Deutschland steigen nach Angaben des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI/Düsseldorf) innerhalb der Europäischen Union am geringsten an.
Für 2006 sei in Deutschland nur ein Plus von 0,8 Prozent zu erwarten, während im EU-Durchschnitt ein Anstieg um 2,8 Prozent zu verzeichnen sei, teilte das Tarifarchiv des WSI in der Hans-Böckler-Stiftung am Montag in Düsseldorf mit. Das Institut hat für seinen „europäischen Tarifbericht“ die aktuellen Prognosedaten der Europäischen Kommission ausgewertet. Zu den Lohnkosten zählen neben Löhnen und Gehältern auch die Lohnnebenkosten für Sozialbeiträge.
Nach Ansicht des WSI-Tarifexperten Thorsten Schulten kann die lohnpolitische Sonderrolle Deutschlands „für ganz Europa zu einer zunehmenden ökonomischen Belastung“ werden. „Es besteht die Gefahr eines europaweiten Absenkungswettlaufs um die niedrigsten Lohnkosten“, sagte Schulten.
EU-Spitzenreiter beim Anstieg der Lohnkosten ist Lettland (14,4 Prozent) gefolgt von Estland (12,0). Auch die westeuropäischen Länder Griechenland (5,9), Irland (5,0) und Großbritannien (4,3) weisen einen überdurchschnittlichen Zuwachs auf.
Ja was jetzt?
Martin Kronbichler (marrtin)
- 31.07.2006, 16:41 Uhr
Relativität
Andreas Bräsigk (ABraesi)
- 08.08.2006, 11:57 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
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| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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