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Konjunktur Deutschland bleibt Exportweltmeister

03.01.2006 ·  Die deutschen Unternehmen haben ihren Titel als "Exportweltmeister" verteidigt. Doch China könnte der Bundesrepublik den Titel schon bald streitig machen. Das bevölkerungsreichste Land der Erde hat Japan schon von Platz drei verdrängt.

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Die deutschen Unternehmen haben im abgelaufenen Jahr ihren Titel als "Exportweltmeister" verteidigt. Das gilt zumindest solange, wie man nur die Warenausfuhr berücksichtigt und den Verkauf von Dienstleistungen an das Ausland nicht einrechnet.

Werden der Export von Waren und von Dienstleistungen berücksichtigt, liegen die Amerikaner unangefochten auf dem ersten Platz. Der Überschuß in der deutschen Außenhandelsbilanz betrug 2005 nach einer Berechnung des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) 161 Milliarden Euro.

China schon 2008 führende Exportnation?

BGA-Präsident Anton F. Börner rechnet auch für dieses Jahr mit einer "sehr dynamischen Entwicklung". Weil die Weltwirtschaft sich von den hohen Ölpreisen kaum vom Wachstumskurs abdrängen läßt, werden Deutschland beste Chancen zugeschrieben, den schmückenden Titel des Exportweltmeisters zum vierten Mal nacheinander zu verteidigen. Doch naht Konkurrenz aus Fernost.

China, die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt, könnte der Bundesrepublik den Titel schon bald streitig machen. Noch sei der Abstand zwischen Deutschland und China zwar beachtlich, heißt es in einer Ausarbeitung der Hypo-Vereinsbank. Doch warnen die Ökonomen: "China könnte bereits 2008 die Position als führende Exportnation der Welt übernehmen." Die bevölkerungsreichste Nation der Welt habe bereits Japan von Platz drei der Ausfuhrstatistik verdrängt. Als Puffer zwischen Deutschland und China bleiben nur noch die Vereinigten Staaten.

Quelle: ami., F.A.Z., 03.01.2006, Nr. 2 / Seite 14
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