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Veröffentlicht: 12.05.2017, 08:34 Uhr

Konjunktur Deutscher Wirtschaftsaufschwung nimmt Fahrt auf

Es ist ein Jahresauftakt nach Maß. Europas größte Volkswirtschaft wächst im ersten Quartal stark. Das Beste daran: Für den Aufschwung gibt es gleich mehrere Gründe.

© dpa Auch die Autoindustrie boomt: BMW-Mitarbeiter arbeiten in der Produktion des Elektroautos i3 in Leipzig.

Steigende Investitionen der Unternehmen, boomende Exporte und die Konsumfreude der Verbraucher haben für einen schwungvollen Start der deutschen Wirtschaft ins Jahr 2017 gesorgt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden anhand vorläufiger Daten mitteilte. Ende 2016 war Europas größte Volkswirtschaft um 0,4 Prozent gewachsen.

Ökonomen hatten mit dem kräftigen Jahresauftakt schon gerechnet. „Die deutsche Wirtschaft dürfte im Wintervierteljahr 2017 deutlich an Fahrt zugelegt haben“, schrieb die Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist historisch günstig und die Zinsen sind niedrig, das stärkt die Kauflaune der Verbraucher. Sie sind Konsumforschern zufolge überzeugt, dass die Wirtschaft weiter im Aufwind ist. Die privaten Haushalte erhöhten ihre Konsumausgaben im ersten Quartal den Angaben zufolge leicht. Hinzu kamen Ausgaben des Staates, unter anderem für die Unterbringung und Versorgung Hunderttausender Flüchtlinge.

Begünstigt wurde die Entwicklung zu Jahresanfang auch von der milden Witterung. Die Investitionen in Bauten legten kräftig zu. Zugleich investierten Unternehmen mehr in Maschinen und andere Ausrüstungen.

Exporte steigen stärker als Importe

Zudem profitierten Deutschlands Unternehmen von der Erholung der Weltwirtschaft und dem schwachen Euro, der den Export unterstützte. Im März kletterten die Ausfuhren auf den höchsten Monatswert seit 1950. Nach Angaben der Wiesbadener Behörde stiegen die Exporte im ersten Quartal stärker als die Importe.

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Europas größte Volkswirtschaft wuchs etwas stärker als der Euroraum insgesamt. Nach früheren Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat stieg das Bruttoinlandsprodukt der 19 Euroländer im ersten Quartal um 0,5 Prozent zum Vorquartal.

Auch im Gesamtjahr rechnen Ökonomen mit einem robusten Wachstum. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und die Bundesregierung erwarten 2017 bisher einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,5 Prozent. Manche Ökonomen trauen der deutschen Wirtschaft noch etwas mehr zu.

Im vergangenen Jahr hatte die deutsche Wirtschaft um 1,9 Prozent zugelegt. Allerdings gibt es dieses Jahr mehr Feiertage, die auf einem Werktag liegen, das bremst das Wirtschaftswachstum. Unsicherheit stiften auch die unklaren Bedingungen des EU-Austritts Großbritanniens (Brexit) und die amerikanische Handelspolitik.

© reuters Brexit: Deutscher Außenhandel befürchtet Einbruch bei Geschäften

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