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Konjunktur Deutscher Einzelhandel verkaufte im Juli weniger

31.08.2005 ·  Die Umsätze der deutschen Einzelhändler sind im Juli wider Erwarten spürbar gesunken. Vor allem der Verkauf von Lebensmitteln, Tabakwaren und Getränken lief schlechter als vor einem Jahr.

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Die Umsätze der deutschen Einzelhändler sind im Juli wider Erwarten spürbar gesunken. Im Vergleich zum Juli 2004 setzte die Branche real 3,0 und nominal 2,7 Prozent weniger um, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Von Juni auf Juli fielen die Umsätze preisbereinigt (real) um 0,6 und nominal um 0,9 Prozent. Für die ersten sieben Monate des Jahres meldeten die Statistiker ein Umsatzplus von real 0,5 Prozent und ein nominales Plus von 0,8 Prozent.

Umsatz im Versandhandel bricht ein

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten für Juli im Schnitt mit einem realen Umsatzplus von 1,1 Prozent zum Vorjahr und 0,4 Prozent zum Vormonat gerechnet.

Vor allem der Verkauf von Lebensmitteln, Tabakwaren und Getränken lief im Juli schlechter als vor einem Jahr, berichtete das Amt. Dieser Bereich verkaufte fünf Prozent weniger. Der Umsatz im Versandhandel brach sogar real um 9,5 Prozent und nominal um 10,6 Prozent ein.

Kein Spielraum für höhere Konsumausgaben

Die Ökonomen der Commerzbank sehen auch in den jüngsten Zahlen, die Fortsetzung der Stagnation bei der Umsatzentwicklung, trotz einiger starker Ausschläge in einzelnen Monaten, im Einzelhandel. Nach Ansicht der Volkswirte dürfte sich daran auch vorerst wenig ändern. Sie verweisen darauf, daß die Einkommenszuwächse der privaten Haushalte nach wie vor nur sehr moderat blieben und sich die Lage am Arbeitsmarkt bestenfalls nur stabilisiere.

So seien die Lohnsteigerungen aufgrund niedriger Tarifanhebungen und der verstärkten Nutzung von Ausnahmeklauseln durch die Arbeitgeber weiterhin sehr verhalten. Die Arbeitnehmer hätten zudem seit dem 1. Juli eine Anhebung der Krankenversicherungsbeiträge zu verkraften. Zeitgleich müßten die Verbraucher die Belastung durch die stark gestiegenen Energiekosten tragen. In der Summe bliebe somit kaum Spielraum für eine Erhöhung der realen Konsumausgaben.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters, Commerzbank Economic Research
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Von Heike Göbel

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