Home
http://www.faz.net/-gqf-76x2k
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Konjunktur Deutsche Wirtschaft schrumpft um 0,6 Prozent

Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal 2012 so stark geschrumpft wie seit dem Höhepunkt der Finanzkrise nicht mehr. Aufgrund sinkender Exporte und Investitionen fiel das Bruttoinlandsprodukt zwischen Oktober und Dezember um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

© dpa Vergrößern Die Unternehmen investierten „deutlich weniger“ in Maschinen, Fahrzeuge und andere Ausrüstungen, auch die Exporte gingen zurück

Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal 2012 erstmals seit Ende 2011 wieder geschrumpft, was vor allem an schwachen Exporten und rückläufigen Investitionen lag. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal preis- und saisonbereinigt um 0,6 Prozent und lag um 0,4 Prozent über dem Niveau des vierten Quartals 2011. Das war der stärkste Quartalsrückgang der Wirtschaftsleistung seit dem ersten Quartal 2009.

Volkswirte hatten einen Rückgang von 0,5 Prozent auf Quartalssicht und einen Anstieg von 0,5 Prozent im Jahresabstand prognostiziert. Ausschlaggebend für den BIP-Rückgang war nach Angaben der Statistiker, dass die Warenausfuhren stärker sanken als die -einfuhren, wodurch sich ein negativer Beitrag der Nettoexporte ergab. Die Ausrüstungsinvestitionen sanken deutlich und die Bauinvestitionen geringfügig, während privater und staatlicher Konsum leicht zulegten.

Für das Jahr 2013 ergibt sich aus dem BIP-Rückgang im vierten Quartal 2012 ein Statistischer Unterhang von 0,3 Prozent. Dabei handelt es sich um die Veränderungsrate des BIP, die sich für das Jahr 2013 ergäbe, wenn das saison- und kalenderbereinigte BIP im gesamten Jahr auf dem Niveau des vierten Quartals 2012 bleiben würde.

Die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2012 wurde von 41,9 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 320.000 Personen oder 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Mehr zum Thema

Im gesamten Jahr 2012 stieg das BIP um 0,7 Prozent, bereinigt um die Zahl der Arbeitstage ergab sich ein Plus von 0,9 Prozent. 2011 war die deutsche Wirtschaft kalenderbereinigt noch um 3,1 Prozent gewachsen.

Für den Start ins neue Jahr sagen Ökonomen wieder ein leichtes Wachstum voraus. Das Bruttoinlandsprodukt wird demnach um 0,2 Prozent zulegen. Für das Gesamtjahr erwarten Bundesregierung und Bundesbank ein Plus von 0,4  Prozent. 2012 waren es 0,7 Prozent.

Quelle: Dow Jones, Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Konjunktur Gabriel deutet schwächeres Wirtschaftswachstum an

Die Konjunktur schwächt sich ab, auch in Deutschland. Senkt nun die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose? Wirtschaftsminister Gabriel hält das nun erstmals für möglich. Mehr

28.09.2014, 10:24 Uhr | Wirtschaft
Assad gewinnt umstrittene Wahl in Syrien

Bei der umstrittenen Präsidentschaftswahlen gewann der Amtsinhaber nach offiziellen Angaben über 88 Prozent der Stimmen. Mehr

05.06.2014, 09:33 Uhr | Politik
Neue Berechnungsmethode Italiens Schuldenberg schrumpft über Nacht

Auch Sex und Drogen zählen nun zum BIP, Forschungsausgaben werden anders verbucht: Dank einer Umstellung bei der Berechnungsmethode ist Italiens Schuldenberg kleiner als bislang ausgewiesen. Von dem erlaubten Wert ist er aber immer noch weit entfernt. Mehr

22.09.2014, 12:44 Uhr | Wirtschaft
Ifo-Geschäftsklimaindex sinkt unerwartet deutlich

Das Barometer für das Ifo-Geschäftsklima sank im Juni um 0,7 Punkte und zum zweiten Mal in Folge. Die Konflikte in der Ukraine und im Irak drücken auf die Stimmung der deutschen Wirtschaft. Mehr

24.06.2014, 14:04 Uhr | Wirtschaft
Mehr Kaufkraft Die Löhne wachsen schneller als die Inflation

Die Tarifabschlüsse sind eher hoch, die Inflation niedrig: Die Kaufkraft der deutschen Arbeitnehmer wächst. Letztes Jahr war das noch anders. Mehr

23.09.2014, 11:19 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 14.02.2013, 08:29 Uhr

Wen die Portoerhöhung am meisten kostet

Von Helmut Bünder

Die Deutschen schreiben immer weniger Briefe, daher regt sie die verbraucherunfreundliche Portoerhöhung kaum auf. Aber für manche kostet sie auch Millionen. Mehr 11 7


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Die Maklerschwemme

Immobilienmakler haben’s auch nicht leicht. Es gibt immer mehr davon - ihre Anzahl hat sich verdoppelt. Ihre Blüte hat erstaunliche Parallelen zum Aufstieg der Immobilienportale im Internet. Mehr 2

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden