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Konjunktur : Deutsche Wirtschaft schrumpft um 0,6 Prozent

  • Aktualisiert am

Die Unternehmen investierten „deutlich weniger“ in Maschinen, Fahrzeuge und andere Ausrüstungen, auch die Exporte gingen zurück Bild: dpa

Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal 2012 so stark geschrumpft wie seit dem Höhepunkt der Finanzkrise nicht mehr. Aufgrund sinkender Exporte und Investitionen fiel das Bruttoinlandsprodukt zwischen Oktober und Dezember um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

          Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal 2012 erstmals seit Ende 2011 wieder geschrumpft, was vor allem an schwachen Exporten und rückläufigen Investitionen lag. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal preis- und saisonbereinigt um 0,6 Prozent und lag um 0,4 Prozent über dem Niveau des vierten Quartals 2011. Das war der stärkste Quartalsrückgang der Wirtschaftsleistung seit dem ersten Quartal 2009.

          Volkswirte hatten einen Rückgang von 0,5 Prozent auf Quartalssicht und einen Anstieg von 0,5 Prozent im Jahresabstand prognostiziert. Ausschlaggebend für den BIP-Rückgang war nach Angaben der Statistiker, dass die Warenausfuhren stärker sanken als die -einfuhren, wodurch sich ein negativer Beitrag der Nettoexporte ergab. Die Ausrüstungsinvestitionen sanken deutlich und die Bauinvestitionen geringfügig, während privater und staatlicher Konsum leicht zulegten.

          Für das Jahr 2013 ergibt sich aus dem BIP-Rückgang im vierten Quartal 2012 ein Statistischer Unterhang von 0,3 Prozent. Dabei handelt es sich um die Veränderungsrate des BIP, die sich für das Jahr 2013 ergäbe, wenn das saison- und kalenderbereinigte BIP im gesamten Jahr auf dem Niveau des vierten Quartals 2012 bleiben würde.

          Die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2012 wurde von 41,9 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 320.000 Personen oder 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

          Im gesamten Jahr 2012 stieg das BIP um 0,7 Prozent, bereinigt um die Zahl der Arbeitstage ergab sich ein Plus von 0,9 Prozent. 2011 war die deutsche Wirtschaft kalenderbereinigt noch um 3,1 Prozent gewachsen.

          Für den Start ins neue Jahr sagen Ökonomen wieder ein leichtes Wachstum voraus. Das Bruttoinlandsprodukt wird demnach um 0,2 Prozent zulegen. Für das Gesamtjahr erwarten Bundesregierung und Bundesbank ein Plus von 0,4  Prozent. 2012 waren es 0,7 Prozent.

          Quelle: Dow Jones, Reuters

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