30.10.2006 · Bei den Maschinen- und Anlagenbauern stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. In den ersten neun Monaten des Jahres 2006 legten die Bestellungen um 17 Prozent zu. Nach Angaben des Verbandes VDMA klagt jedes zehnte Unternehmen über Kapazitätsengpässe.
Maschinen aus Deutschland finden weiterhin reißenden Absatz im In- und Ausland. Im September legten die Bestellungen bei den deutschen Maschinenbauern binnen Jahresfrist preisbereinigt um 17 Prozent zu. Das teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag in Frankfurt mit. „Der Boom im Maschinenbau reißt nicht ab“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers
In den ersten neun Monaten lag das Plus ebenfalls bei 17 Prozent. Im Ausland kletterte der Auftragseingang dabei um 15 Prozent, im Inland sogar um 20 Prozent. „Das Inland hat das Ausland an Dynamik überholt, aber nicht vom Niveau her“, sagte Wiechers. Hintergrund sei, daß der Investitionsschub in Deutschland später eingesetzt habe.
Enge Kapazitäten
35 von 41 Fachsparten haben den Angaben zufolge in den ersten drei Quartalen Zuwächse verzeichnet. Besonders erfolgreich wirtschafteten bisher die Sparten Verfahrens-, Luft- und Antriebstechnik sowie Kompressoren und Baumaschinen, die alle Zuwächse von mehr als 30 Prozent bei den Bestellungen verzeichneten. Mittlerweise klage jedes zehnte Unternehmen über Kapazitätsengpässe und Arbeitskräftemangel, betonte Wiechers. Jedes fünfte hat mit zu knappen Materialen zu kämpfen, dies allerdings schon seit einigen Jahren.
In dem von kurzfristigen Schankungen weniger beeinflußten Dreimonatsvergleich Juli bis September 2006 ergibt sich insgesamt ein Orderplus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Inlandsaufträgen beträgt der Zuwachs 23 Prozent und bei den Auslandsaufträgen 21 Prozent.
10.000 neue Stellen entstehen
In der Branche entstehen nach früheren Angaben in diesem Jahr rund 10.000 neue Stellen. Ende 2005 beschäftigte die Paradedisziplin der deutschen Wirtschaft rund 862.000 Menschen. Die aktuelle Auslastung ist mit 91 Prozent die höchste seit der deutschen Einheit.
Die Produktion soll 2006 um fünf Prozent zulegen, 2007 im Zeichen einer sich abschwächenden Konjunktur jedoch nur um zwei Prozent. Der Maschinenbau trägt maßgeblich zum Status von Deutschland als „Exportweltmeister“ bei. Zahlreiche der meist mittelständischen Hersteller sind Weltmarktführer in ihrem Segment.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.380,26 | −1,00% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2453 | −0,28% |
| Rohöl Brent Crude | 105,70 $ | −1,08% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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