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Konjunktur Das Vertrauen in den Aufschwung wächst

22.05.2007 ·  Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft bleiben rosig. Der ZEW-Konjunkturindex ist im April abermals deutlich gestiegen. Auch die Aussichten für die Weltwirtschaft bleiben günstig. Nur Amerika kommt aus dem Tritt.

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Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Analysten und institutionellen Investoren für Deutschland haben sich im Mai weiter deutlich verbessert. Der entsprechende Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg von 16,5 Punkten im April auf nunmehr 24,0 Punkte, wie das ZEW am Dienstag in Mannheim mitteilte. Es war der sechste Anstieg in Folge. Das Vertrauen in die Stabilität des deutschen Aufschwungs habe sich damit weiter gefestigt. Volkswirte hatten im Durchschnitt einen noch stärkeren Anstieg auf 24,5 Punkte erwartet.

„Der Aufschwung in Deutschland zeigt sich von der Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Wachstumsverlangsamung in den Vereinigten Staaten wenig beeindruckt“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Die steigenden Beschäftigungszahlen in allen Wirtschaftsbereichen und die rege Investitionstätigkeit zeugten von seiner Nachhaltigkeit.

Historischer Höchststand

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage erreicht den Angaben zufolge einen neuen historischen Höchststand. Der entsprechende Indikator stieg um 11,1 auf 88,0 Punkte. Ein Grund hierfür dürfte das BIP-Wachstum im ersten Quartal sein, das besser ausfiel als erwartet, teilte das ZEW mit.

Für den ZEW-Konjunkturindikator werden regelmäßig rund 300 Analysten und institutionelle Anleger befragt.

Ifo: Gute Weltkonjunktur

Auch die Aussichten für die Weltwirtschaft bleiben günstig. Nach einer Umfrage des Münchener Ifo-Instituts liegt das Weltwirtschaftsklima im zweiten Quartal 2007 unverändert auf einem hohen Niveau und deutlich über dem langfristigen Durchschnitt.

In den drei großen Wirtschaftsregionen Westeuropa, Nordamerika und Asien falle der Wirtschaftsklimaindex jedoch unterschiedlich aus, hieß es weiter. In Westeuropa sei er erneut gestiegen und habe ein sechsjähriges Hoch erreicht. Besonders günstig werde die aktuelle Wirtschaftslage nach wie vor in den skandinavischen Staaten sowie in Deutschland und den Niederlanden bewertet. In Nordamerika sei der Klimaindikator dagegen deutlich gesunken und erstmals seit vier Jahren unter seinen langfristigen Durchschnitt gefallen. Mit Ausnahme
von China sei der Klimaindikator auch in Asien gefallen, bleibe jedoch deutlich über dem langfristigen Durchschnitt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von ddp
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