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Konjunktur Das Konsumklima trübt sich weiter ein

28.06.2005 ·  Die Verbraucher in Deutschland haben auf die Ankündigung einer möglichen Neuwahl in Deutschland nicht positiv reagiert. Der Indikator für das Konsumklima ist im Juni abermals gefallen.

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Die Verbraucher in Deutschland haben auf die Ankündigung einer möglichen Neuwahl in Deutschland nicht positiv reagiert. Der von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) berechnete Indikator für das Konsumklima ist im Juni abermals gefallen. Für den Juli prognostiziert die GfK ein weiteres Absinken. "Trotz der Ankündigung von Neuwahlen für den Herbst dieses Jahres ist von einer Trendwende bei der Verbraucherstimmung noch nichts zu spüren", erklärte die GfK.

Die Entwicklung des Konsumklimas steht damit im Gegensatz zu den jüngsten Stimmungsindikatoren aus der Wirtschaft. Der Ifo-Geschäftsklimaindex und die ZEW-Konjunkturerwartungen waren im Juni leicht gestiegen (Wirtschaftsklima hellt sich leicht auf). Das Ifo-Institut und auch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hatten die Verbesserung mit dem nachgebendem Euro-Kurs und mit Hoffnungen auf eine wirtschaftspolitische Wende nach der erwarteten Bundestagswahl begründet. Bei den Verbrauchern aber überwiegen offensichtlich die steigenden Belastungen durch den hohen Ölpreis. Auch die Änderung der Krankenkassenfinanzierung zum 1. Juli dürfte die verfügbaren Einkommen weiter belasten, ebenso wie die Diskussion um eine höhere Mehrwertsteuer.

Sorge um den Arbeitsplatz

Nach Angaben der GfK sorgen sich die Deutschen zudem um ihren Arbeitsplatz. Jeder dritte Erwerbstätige in Westdeutschland und jeder zweite in Ostdeutschland sehe seinen Arbeitsplatz bedroht, heißt es.

Immerhin schätzten die Verbraucher nach der GfK-Umfrage die allgemeinen Wirtschaftsaussichten und ihre persönlichen Einkommenserwartungen im Juni leicht besser ein als zuvor. Beide Teilindikatoren liegen aber deutlich unter ihrem langjährigen Mittelwert. Die Anschaffungsneigung der Verbraucher sank abermals. Sie war zu Jahresbeginn deutlich gestiegen, danach aber ebenso deutlich wieder gefallen. Für den Konsumklima-Indikator der GfK werden jeden Monat rund 2000 Verbraucher befragt.

Quelle: pwe. / F.A.Z., 29.06.2005, Nr. 148 / Seite 12
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Von Heike Göbel

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