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Konjunktur Das Investitionsklima bleibt verhalten

20.01.2005 ·  Die westdeutsche Industrie plant für 2005 nach einer Umfrage des Ifo-Instituts nur eine leichte Zunahme der Investitionen um zwei Prozent. Ersatzbeschaffungen dominieren.

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Das Verarbeitende Gewerbe in Westdeutschland plant nur eine leichte Zunahme der Investitionen in diesem Jahr. Nach einer Umfrage des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung wollen die Unternehmen ihre Investitionen insgesamt um nominal 2 Prozent steigern. Im vergangenen Jahr investierte das Verarbeitende Gewerbe 41 Milliarden Euro; der Zuwachs zum Vorjahr betrug - nominal und preisbereinigt - ein Prozent. 2003 waren die Investitionen real um ein Prozent gesunken.

Nach dem Ifo-Investitionstest planen 48 Prozent (Vorjahr: 60 Prozent) der Unternehmen, ihre Investitionsausgaben in diesem Jahr zu erhöhen. Rund 17 Prozent (4 Prozent) wollen genausoviel wie 2004 investieren. Im Saldo der "Mehr"- und "Weniger"-Antworten ergibt sich ein Plus von 13 Prozentpunkten. Vor einem Jahr lag der Saldo noch bei plus 24 Prozentpunkten, 2003 bei 23 Punkten.

Motiv Ersatzbeschaffung

Wichtigstes Investitionsmotiv im Verarbeitenden Gewerbe bleibt die Ersatzbeschaffung, der rund ein Drittel der geplanten Ausgaben zuzuordnen sind. Wie im Vorjahr steht erst an zweiter Stelle das Erweiterungsmotiv mit rund einem Viertel der Investitionsplanungen. Dies läßt auf verhaltene Erwartungen und auf geringe Impulse für die konjunkturelle Entwicklung schließen. Kapazitätserweiterungen planen vor allem die Unternehmen des Luft- und Raumfahrzeugbaus, der Stahlverformung und der Feinkeramik. Rationalisierungen stehen für knapp ein Fünftel der geplanten Investitionsausgaben. Die als notwendig erachteten Rationalisierungen seien offensichtlich schon in erheblichem Umfang durchgeführt worden, erklärt das Ifo-Institut.

Abermals realisierten die Unternehmen im vergangenen Jahr ihre ursprünglichen Pläne nur zum Teil. In der Ifo-Umfrage im Frühjahr 2004 hatten sie noch mit einem Plus von real 3 Prozent geplant. Grund für die schwächer als erwartete Entwicklung war vor allem der unerwartete Rückgang der Investitionen in der Automobilindustrie um 2 Prozent. Diese Unternehmen sind auch für dieses Jahr sehr skeptisch und planen um 5 Prozent geringere Investitionen. Ohne die Automobilindustrie zeichne sich für das westdeutsche Verarbeitende Gewerbe ein Investitionsanstieg um 4 Prozent ab, heißt es.

Quelle: pwe., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2005, Nr. 17 / Seite 12
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