Home
http://www.faz.net/-gqf-75zsd
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Konjunktur Chinesische Industrie gewinnt an Fahrt

In China hat der Einkaufsmanagerindex im Verarbeitenden Gewerbe überraschend stark aufgehellt und erreichte den höchsten Stand seit zwei Jahren. Nach einer Schwächephase im vergangenen Jahr kommt die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt offenbar immer stärker in Schwung.

© AFP Vergrößern Textilfabrik in der chinesischen Provinz Jiangxi

Die chinesische Industrie gewinnt weiter an Kraft. Im Januar stieg der HSBC-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf 51,9 von 51,5 Punkte im Vormonat und erklomm damit den höchsten Stand seit zwei Jahren, wie die Großbank HSBC Holdings in einer ersten Veröffentlichung mitteilte. Damit setzte sich die jüngste Reihe von Wirtschaftsdaten fort, die darauf weisen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auf einem guten Weg ist.

Der Einkaufsmanagerindex notierte den dritten Monat in Folge im Wachstumsbereich. Werte über 50 Punkte zeigen ein Wachstum an, Zahlen darunter deuten auf eine Schrumpfung. „Das positive Momentum dürfte sich in der ersten Jahreshälfte fortsetzen“, sagte Li Wei, China-Ökonom von Standard Chartered. „Das allgemeine Gefühl derzeit lässt einen vermuten, dass das Wachstum zunimmt, zumindest in den ersten beiden Quartalen.“

Allerdings schaffte es der Subindex für die Exportaufträge mit einem kleinen Anstieg auf 50,1 von 49,2 Zähler im Vormonat nur denkbar knapp in den positiven Bereich. „Trotz der flauen Auslandsnachfrage sollte die chinesische Erholung in den nächsten Monaten durch die vom Binnenmarkt getriebene Lageraufstockung an Dynamik gewinnen“, merkte HSBC-Chefökonom für China, Qu Hongbin, an.

Die erste Veröffentlichung des HSBC-Einkaufsmanagerindex basiert auf 85 bis 90 Prozent der Antworten, die auf die HSBC-Umfrage jeden Monat eingehen. Rund eine Woche später werden die endgültigen Ergebnisse veröffentlicht.

Mehr zum Thema

Der Einkaufsmanagerindex ist ein viel beachtetes Konjunkturbarometer für die gesamtwirtschaftliche Lage. Für den Index werden Manager, die für ihre Unternehmen im Einkauf tätig sind, zur aktuellen Geschäftslage ihrer Betriebe befragt. Dabei werden wichtige Kenngrößen wie Auftragslage, Produktion, Exportaufträge, Beschäftigung und Einkaufspreise erhoben.

Quelle: Dow Jones, dpa-AFX

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Weitere Nachrichten Chinesische Industrie tritt auf der Stelle

Der HSBC-Einkaufsmanagerindex für China sinkt. BA-Chef Weise sieht Deutschland auf Weg zur Vollbeschäftigung und die amerikanische Notenbank signalisiert keine frühere Zinswende. Mehr

20.11.2014, 06:52 Uhr | Wirtschaft
Termine des Tages Blockupy vor der EZB

In Frankfurt plant das Blockupy-Bündnis zum Umzug der Europäischen Zentralbank eine Großdemonstration, in Köln beginnt die Internationale Modellbahn-Ausstellung und in Essen lädt Thyssen-Krupp zur Bilanzpressekonferenz. Mehr

20.11.2014, 06:21 Uhr | Wirtschaft
Bankenstrafen-Ticker Milliarden-Strafen für fünf Großbanken

Betrug, Geldwäsche, Zinsmanipulationen: Banken weltweit müssen für ihre Fehltritte büßen. Jetzt sind im Skandal um manipulierte Devisenkurse Strafen gegen fünf Großbanken in Höhe von 2,7 Milliarden Euro verhängt worden. Mehr

12.11.2014, 11:02 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 24.01.2013, 08:37 Uhr

Schäubles Null-Festspiele

Von Heike Göbel

Wolfgang Schäuble hält an der „schwarzen Null“ im Bundeshaushalt für das nächste Jahr fest. Er ist klug genug, sich dafür nicht selbst zu feiern. Mehr 1 12


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Für wen das Weihnachtsgeschäft besonders wichtig ist

Die Spielwarenhändler machen fast 28 Prozent ihres Umsatzes in den letzten beiden Monaten des Jahres. Unsere Grafik zeigt, wie es in anderen Handelsbranchen aussieht. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden