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Konjunktur Chinas Wirtschaft wächst abermals zweistellig

27.12.2007 ·  Die chinesische Wirtschaft hat 2007 das fünfte Jahr in Folge ein zweistelliges Wachstum verbucht. Das nationale Statistikamt schätze am Donnerstag das Wachstum auf 11,5 Prozent. Die Regierung versucht, die mittlerweile heiß gelaufene Wirtschaft etwas abzubremsen.

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Die chinesische Wirtschaft hat 2007 das fünfte Jahr in Folge ein zweistelliges Wachstum verbucht. Der Wert aller in China produzierten Waren und Dienstleistungen kletterte 2007 um 11,5 Prozent, schätzte das nationale Statistikamt am Donnerstag. Damit ist es der Regierung am Jahresende noch immer nicht gelungen, die mittlerweile heiß gelaufene Wirtschaft etwas abzubremsen. Mit ziemlicher Sicherheit werde sich das Wachstum 2008 jedoch auf unter elf Prozent abschwächen, sagte der Chefvolkswirt der Behörde, Yao Jingyuan. Offenbar will das Land nun sogar den Yuan aufwerten, um die von dem Boom angefeuerte Inflation zu zähmen.

Bereits in den ersten neun Monaten des Jahres belief sich der Anstieg der Wirtschaftsleistung auf 11,5 Prozent. Damit blieb das Wachstum am Jahresende etwa auf gleichem Niveau. Die Lebenshaltungskosten kletterten in China der Schätzung zufolge im Gesamtjahr um 4,7 Prozent. Im November war die Inflation mit knapp sieben Prozent sogar auf den höchsten Stand seit elf Jahren gestiegen. Yao zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Preise 2008 wieder etwas langsamer steigen. Die Inflationsbekämpfung müsse oberste Priorität haben, forderte er. Hierzu würde auch eine deutlichere Aufwertung des Yuan einen Beitrag leisten, sagte er weiter.

Aufwertung des Yuan

Auch am Devisenmarkt deutete sich am Donnerstag eine stärkere Aufwertung des Yuan an, der nur in einer engen Spanne gehandelt werden kann. Die Notenbank ließ den stärksten Anstieg der Währung seit mehr als zwei Jahren zu. Händler sahen dies als klaren Beleg dafür, dass China die Märkte auf eine weitere Freigabe des Devisenhandels vorbereiten will. Eine Aufwertung des Yuan wäre eine gute Nachricht für die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Westliche Regierungen werfen China seit langem vor, seiner Exportindustrie mit einem niedrigen Wechselkurs unfaire Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Ein Dollar kostete am Donnerstag 7,3175 Yuan. Zum Vortag legte der Yuan damit knapp 0,4 Prozent zu. Die Zentralbank gibt jeden Tag den Mittelpunkt der Handelsspanne vor und kann damit starke Schwankungen unterbinden. Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche legte die Notenbank am Donnerstag jedoch eine überraschend hohe Handelsspanne fest und machte damit den Kursanstieg erst möglich. „Die außergewöhnlich hohen Spannen sind ein eindeutiges Signal für eine stärkere Aufwertung des Yuan im kommenden Jahr“, erklärte ein Händler bei einer chinesischen Bank.

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