Home
http://www.faz.net/-gqf-79bfg
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Konjunktur Chinas Industrie schrumpft unerwartet

Das verarbeitende Gewerbe in China ist im Mai erstmals in sieben Monaten wieder geschrumpft. Damit mehren sich die Anzeichen dafür, dass das chinesische Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal an Fahrt verloren hat. Das sorgt für einen Kurssturz an den Börsen.

© dpa Vergrößern Sorgen aus China belasten die Märkte

Das verarbeitende Gewerbe in China ist im Mai erstmals in sieben Monaten wieder geschrumpft. Damit mehren sich die Anzeichen dafür, dass das chinesische Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal an Fahrt verloren hat. Der Einkaufsmanagerindex fiel von 50,4 im April auf nun 49,6 Punkte, wie HSBC und Markit Economics am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten mitteilten. Er liegt damit wieder unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Der Rückgang kam überraschend. Ökonomen hatten für Mai mit einem Stand von 50,4 Punkten gerechnet. Die asiatischen Börsen reagierten auf die Daten mit Abschlägen. Der MSCI Asia Pacific Index verlor zuletzt 3,5 Prozent auf 138,43 Zähler, das war der stärkste Kursverlust innerhalb eines Handelstags seit November 2011.

Mehr zum Thema

„Die Abschwächung ist wirklich schlimm”, sagte Ken Peng, Ökonom von BNP Paribas SA in Peking. „Jetzt gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Chinas Wachstumsrate im zweiten Quartal unter dem ersten Quartal liegen wird.”

Der Anstieg des chinesischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) hatte sich im ersten Jahresviertel auf 7,7 Prozent verlangsamt. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaft um 7,8 Prozent gewachsen. Das war die niedrigste Zuwachsrate in 13 Jahren.

Zuletzt hatten auch Daten zu den Anlageinvestitionen und der Industrieproduktion in China die Konsensprognosen verfehlt, während Indikatoren für verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungssektor sanken. Der Datenreigen könnte die Entschlossenheit von Premier Li Keqiang testen, keine weiteren Konjunkturhilfen aufzulegen. Dazu aber rät China-Ökonom Qu Hongbin von HSBC in Hongkong.

Die Daten spiegelten die „schwächere Binnennachfrage und den anhaltenden Gegenwind aus dem Ausland wider”, sagte Qu. Zudem machten Anzeichen für eine Verschlechterung am Arbeitsmarkt weitere Politikmaßnahmen erforderlich. „Peking hat dazu immer noch ausreichend fiskale Munition.”

Quelle: Bloomberg

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Themen des Tages Tarifverhandlungen bei der DB

Die Deutsche Bahn verhandelt wieder einmal mit Gewerkschaften. Diesmal allerdings mit der EVG. Am Sonntag wählt Griechenland. Mehr

23.01.2015, 06:46 Uhr | Wirtschaft
China warnt Ausland vor Einmischung

Für die chinesische Führung bedeuten die Proteste eine der größten politischen Herausforderungen seit dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking vor 25 Jahren. Und die Proteste weiten sich aus. Mehr

29.09.2014, 14:22 Uhr | Politik
Weitere Nachrichten SMA Solar streicht 1600 Arbeitsplätze

Microsofts Gewinn schrumpft, IBM weist Gerüchte über massenhafte Stellenstreichungen zurück und BP friert wegen des Ölpreisverfalls die Löhne ein. Mehr

27.01.2015, 07:00 Uhr | Wirtschaft
Peking Marathon mit Gasmaske

Obwohl in der chinesischen Hauptstadt lebensgefährlicher Smog herrscht, haben mehr als 20.000 Teilnehmer beim Peking Marathon mitgemacht. Viele von ihnen liefen mit Gasmaske. Mehr

20.10.2014, 09:35 Uhr | Sport
Konjunktur China verfehlt Wachstumsziel für 2014

Die Volksrepublik ist immer noch die dynamischste große Volkswirtschaft der Welt. Doch die Wirtschaftsleistung wächst so schwach wie zuletzt vor 24 Jahren. Das Land muss nun sein Wirtschaftsmodell ändern. Mehr Von Hendrik Ankenbrand, Schanghai

20.01.2015, 06:59 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 23.05.2013, 09:04 Uhr

Sparen mit Gesundheits-Apps?

Von Philipp Krohn

Mit Gesundheits-Apps können Versicherer widerspruchslos Daten ihrer Kunden sammeln – und stoßen damit auf viel Wohlwollen. Technische Rabatte winken dem, der die Versicherungen tief in sein Leben schauen lässt. Das birgt Risiken. Mehr 9 10


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Umfrage

Soll Griechenland aus dem Euro ausscheiden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Grafik des Tages Geldmaschine Real Madrid

Der umsatzstärkste Fußballclub ist ein spanischer. Viel Geld verdienen auch britische Vereine. Aus Deutschland schafft es in dieser Rangfolge nur einer unter die ersten zehn. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden