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Veröffentlicht: 08.03.2016, 05:39 Uhr

Konjunktur Chinas Exporte brechen um ein Viertel ein

Die chinesische Wirtschaft entwickelt sich noch schlechter als erwartet. Die Warenausfuhren sind laut Zollverwaltung so stark gesunken wie zuletzt vor sieben Jahren.

© AP Hafen in der chinesischen Stadt Qingdao: Immer weniger Waren gehen nach Übersee.

Heftiger Dämpfer für Chinas Wirtschaft: Die Exporte sind im Februar so stark gefallen wie seit vielen Jahren nicht mehr. Sie seien um 25,4 Prozent auf 126,2 Milliarden Dollar (114,6 Mrd Euro) gefallen, teilte die Zollverwaltung in Peking am Dienstag mit. Es war der stärkste Rückgang seit Mai 2009. Experten hatten zwar ein Minus bei den Ausfuhren erwartet, dabei aber nicht mit einem so hohen Wert gerechnet. Im Januar waren die Exporte um 11 Prozent zurückgegangen. Der Einbruch bei den Ausfuhren von Waren zeigt wie schwer es Chinas Regierung hat, die eigenen Wachstumsziele zu erreichen. Sie ist dabei mehr und mehr auf die Nachfrage im Inland angewiesen.

Die Importe von Waren gingen im Februar um 14 Prozent auf 93,6 Milliarden Dollar zurück, so dass in der Handelsbilanz ein Überschuss von 32,6 Milliarden Dollar anfiel. Das sind rund 46 Prozent weniger als vor einem Jahr. Volkswirte verwiesen allerdings darauf, dass die drastischen Rückgänge wohl auch mit dem Feiertagen zum chinesischen Neujahrsfest zusammenhängen, die in diesem Jahr im Februar gewesen seien, 2015 indes größtenteils erst im März.

Fokus auf neues Wachstumsmodell

Importe und Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft sind bereits seit gut einem Jahr stark rückläufig. Auf der derzeit in Peking laufenden Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses hat sich das Land deshalb ein neues Wachstumsmodell verschrieben: China soll nicht länger die Werkbank der Welt sein, sondern künftig durch innovative Unternehmen und einen starken Dienstleistungssektor wachsen.

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An der Börse schürten die Handelsdaten neue Hoffnung auf weitere Stützungsmaßnahmen der Notenbank und Regierung. Der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 größten Aktienwerte der chinesischen Festlandbörsen abbildet, konnte nach Bekanntgabe der Zahlen seine Verluste etwas verringern. Er ging aber immer noch mit einem Abschlag von 1,7 Prozent in die Handelspause.

© dpa, reuters China stellt sich auf langsameres Wirtschaftswachstum ein

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Von Rainer Hank

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