Home
http://www.faz.net/-gqf-rgfn
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Konjunktur Bundesregierung senkt Wachstumsprognose

21.10.2005 ·  Forschungsinstitute und Regierung sind sich in Sachen Wirtschaftswachstum selten einig. Jetzt hat es geklappt: Auch die Bundesregierung rechnet nur noch mit 1,2 Prozent Wachstum im kommenden Jahr.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (0)

Die Bundesregierung hat wie erwartet ihre Wachstumsprognose gesenkt. Sie rechnet für das kommende Jahr nur noch mit einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes von 1,2 Prozent statt der in der Frühjahrsprojektion vorausgesagten 1,6 Prozent.

In diesem Jahr wird die Wirtschaft demzufolge nur noch um 0,8 Prozent statt zuvor angenommenen 1,0 Prozent wachsen. Grund für die Abwärtskorrektur sei der Anstieg der Energiepreise insbesondere beim Rohöl, teilte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) am Freitag mit.

Clement: Ölpreis bleibt Risiko

Die Arbeitslosigkeit wird laut Projektion im nächsten Jahr leicht zurückgehen und die Erwerbstätigkeit leicht ansteigen. Die gesamtwirtschaftlichen Eckwerte der Bundesregierung bilden die Grundlage für die Steuerschätzung am 2. und 3. November und für die Beratungen im Finanzplanungsrat.

Clement sagte, die deutsche Wirtschaft habe ihre Wachstumspause im Frühjahr nach Einschätzung der Bundesregierung im dritten Quartal voraussichtlich überwunden. Der Ölpreis bleibe aber ein Risiko. Ein dauerhafter Anstieg des Ölpreises über 60 Dollar je Faß (rund 159 Liter) würde das Wirtschaftswachstum spürbar dämpfen.

Gleiche Prognose bei Regierung und Instituten

Die Prognosen für beide Jahre entsprechen nun dem Herbstgutachten der Forschungsinstitute, in dem die erwartete Wachstumsrate für das kommende Jahr ebenfalls deutlich gesenkt worden war.

Die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands hatten ihr Herbstgutachten am Donnerstag vorgelegt (siehe auch: Institute senken Wachstumsprognose und Wirtschaftsforscher dringen auf scharfen Sparkurs).

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und Reuters
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Die Förderlücke

Von Heike Göbel

Der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld ist ein Ausweis unbelehrbaren Glaubens an die unbegrenzte Leistungsfähigkeit des Sozialstaates. Dass Eltern ihre Kinder, wie seit Menschengedenken, unbezahlt hüten, ist in Deutschland offenbar nicht mehr denkbar. Mehr 8 7

29.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.396,84 +1,16%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.394,15 +1,26%
Dow Jones 12.580,70 +1,01%
EUR/USD 1,2468 −0,17%
Rohöl Brent Crude 106,35 $ −0,47%
Gold 1.579,50 $ +0,31%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.