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Konjunktur Bundesregierung hebt Wachstumsprognose an

13.10.2006 ·  Die Bundesregierung erwartet für das laufende Jahr ein deutlich höheres Wachstum als bislang prognostiziert: Sie setzt ihre Konjunkturprognose von 1,6 Prozent auf 2,4 Prozent herauf.

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Die Bundesregierung hebt ihre Konjunkturprognose deutlich an und erwartet für 2006 ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent. Regierungskreise bestätigten am Freitag in Berlin entsprechende Informationen der „Süddeutschen Zeitung“. Bislang hatte die Regierung ein Wachstum von 1,6 Prozent erwartet.

Inzwischen hätten sich die wichtigsten Konjunkturdaten so stark entwickelt, daß die wirtschaftliche Entwicklung deutlich besser als erwartet ausfallen werde, hieß es. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) wird die korrigierte Prognose am kommenden Freitag vorlegen.

Sprudelnde Steuerneinnahmen

Einen Tag vorher werden die sechs führenden Wirtschaftsinstitute ihr Herbstgutachten präsentieren. Es wird erwartet, daß auch sie ihre Prognose erhöhen. Im Frühjahrsgutachten hatten die Institute ein Wachstum von 1,8 Prozent vorausgesagt. Vier der sechs Institute haben bereits ihre eigenen Prognosen auf mindestens zwei Prozent erhöht. Für 2007 hatten die Institute zusammen bislang 1,2 Prozent prognostiziert, die einzelnen Schätzungen hierzu liegen aber weit auseinander.

Dank der sprudelnden Steuereinnahmen wird Deutschland in diesem Jahr erstmals seit 2001 auch wieder den EU-Stabilitätspakt erfüllen, der eine Höchstgrenze für das Staatsdefizit von drei Prozent vorschreibt. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) wird Brüssel voraussichtlich ein Defizit von 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts melden. Bei anhaltend guter Einnahmenentwicklung könnte der Wert sogar noch besser ausfallen. Im vergangenen Jahr lag das Staatsdefizit bei 3,2 Prozent.

Auch auf dem Arbeitsmarkt sieht die Regierung inzwischen eine stabile Trendwende und hält eine Zahl der Arbeitslosen von dauerhaft unter der Vier-Millionen-Grenze für möglich. Die Zahl der Erwerbslosen war im September um 134.000 auf 4,238 Millionen gesunken.

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