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Konjunktur Benzinpreise treiben Lebenshaltungskosten im März

29.03.2010 ·  Höhere Energiepreise haben die Lebenshaltungskosten im März überraschend stark in die Höhe getrieben. Deutlich mehr mussten die Verbraucher für Heizöl und Benzin zahlen. Wirtschaftsminister Brüderle kritisierte die Preisentwicklung an den Tankstellen.

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Die gestiegenen Benzinpreise haben die Lebenshaltungskosten im März wieder stärker in die Höhe getrieben. Binnen Jahresfrist kletterten die Verbraucherpreise um 0,8 bis 1,3 Prozent, wie aus ersten Daten aus Sachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Brandenburg hervorgeht. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden wird im Laufe des Tages die Daten für März,
basierend auf den Zahlen von sechs Bundesländern, vorlegen. Von Reuters befragte Analysten erwarten einen Preisanstieg um 0,8 Prozent. Im Februar hatte die Jahresteuerung nur 0,6 Prozent betragen.

Deutlich mehr mussten die Verbraucher im März für Mineralölprodukte zahlen: Heizöl kostete etwa in Sachsen ein Drittel mehr als vor einem Jahr, Kraftstoffe verteuerten sich in Nordrhein-Westfalen um über ein Fünftel. Gas war dagegen billiger als vor Jahresfrist, weil hier der Preis dem Ölpreis mit einer Verzögerung von mehreren Monaten folgt. In den vergangenen zwölf Monaten hat der Ölpreis 66 Prozent zugelegt.

Auch viele Lebensmittel kosteten mehr als im März 2009, vor allem für Gemüse mussten die Verbraucher mehr zahlen. Fleisch und Milchprodukte waren günstiger zu haben. Binnen Monatsfrist stiegen die Verbraucherpreise zwischen 0,3 und 0,6 Prozent. Analysten erwarten hier eine Inflationsrate von 0,2 Prozent.

Brüderle kritisiert Mineralölkonzerne

Unterdessen hat Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle die Ölkonzerne davor gewarnt, bei den Benzinpreisen gerade vor den Osterfeiertagen den Bogen zu überspannen. Der FDP-Politiker sagte der „Bild“-Zeitung, dass vor Feiertagen wie Ostern zu beobachten sei, wie die Preise an den Zapfsäulen auf breiter Front nach oben gingen.

„Ob das mit rechten Dingen zugeht, untersucht ja gerade das Kartellamt. Es ist sicher richtig und notwendig, dass den Konzernen da noch genauer auf die Finger geguckt wird.“ Schon jetzt ärgere er sich mächtig über die Preise, sagte Brüderle. „1,44 pro Liter Super - das ist schon happig.“

ADAC rechnet mit weiter steigenden Preisen

Autofahrer müssen nach Einschätzung des ADAC pünktlich zu Ostern „damit rechnen, dass die Preise noch mal raufgehen könnten“. ADAC- Sprecher Andreas Hölzel sagte, er befürchte, dass der Preis für den Liter Benzin nach einem Anstieg an diesem Wochenende zwar bis Ostern auf diesem Niveau bleibe, dann aber weiter steige.

Ob die Preise während der Osterferien weiter klettern, könne der ADAC noch nicht vorhersagen. Momentan liege der Benzinpreis im Schnitt bei 1,43 und der Preis für Diesel bei 1,21 Euro je Liter, sagte Hölzel. Er kritisierte: „Seit einigen Tagen sind die Preise total überhöht.“ Der Ölpreis könne nicht dafür verantwortlich gemacht werden, denn dieser sei in den vergangenen Tagen sogar leicht gefallen.

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