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Konjunktur Auftragseingang der Industrie stabilisiert sich

 ·  Vor allem wegen mehr Bestellungen aus dem Ausland hat sich der Auftragseingang der deutschen Industrie nach einer Schwächephase wieder erholt. Das besagen neue Zahlen des Wirtschaftsministeriums.

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Die deutsche Industrie hat zum Jahresende nach einer Schwächephase wieder etwas mehr Bestellungen erhalten. Der Auftragseingang stieg im Dezember um 0,8 Prozent zum Vormonat. Dies teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin am Mittwoch mit. Im November war der Auftragseingang - auch wegen Sondereffekten - deutlich gefallen (minus 1,8 Prozent).

Die Stabilisierung im Dezember lag im Rahmen der Erwartungen von Volkswirten. „Die Bestelltätigkeit in der Industrie hat sich im Jahresschlussquartal wieder belebt“, schrieb das Ministerium. „Dies sind günstige Vorzeichen für die Entwicklung der Industrieproduktion im laufenden Jahr“.

Mehr Aufträge aus dem Ausland

Schwach war der Auftragseingang aus dem Inland: Er sank im Dezember um 1,2 Prozent. Gemessen am Stand des Vorjahres lag er fast 5 Prozent niedriger. Hingegen kann sich die Industrie wieder über mehr Aufträge aus dem Ausland freuen. Vor allem die Bestellungen aus Ländern der Eurozone erholten sich, nachdem sie zuvor wegen der Rezession in Südeuropa stark gesunken waren.

Volkswirte zeigten sich erleichtert über die Stabilisierung der Auftragseingänge. „Zusammen mit dem deutlichen Anstieg der wichtigsten Stimmungsindikatoren spricht dies dafür, dass die deutschen Wirtschaft bereits im ersten Quartal auf den Wachstumspfad zurückkehrt“, erwartet Christian Lips von der Nord LB. Carsten Brzeski von der ING Bank sagte: „Diese neuen Daten sind ein weiterer Beleg dafür, dass die deutsche Industrie einen Wendepunkt erreicht hat. Während der Abbau der Lager weitergeht, füllen sich die Auftragsbücher wieder langsam.“ Unicredit-Ökonom Andreas Rees bezweifelte indes, dass die Wende schon gekommen sei.

Leichte Erholung im ganzen Euroraum

Im ganzen Euroraum zeichnet sich eine leichte Erholung ab, auch wenn die Rezession wohl noch nicht beendet ist. Der Indikator des Ifo-Instituts für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im ersten Quartal 2013 nach zwei Rückgängen in Folge erstmals wieder gestiegen, teilte das Münchner Institut mit. Zwar beurteilen die befragten Experten die aktuelle Lage abermals etwas schlechter - dies spiegelt die tiefe Rezession in einigen Ländern wider.

Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate sind aber nun wieder vermehrt positiv ausgefallen und befin12053060den sich auf dem höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sagte zu den neuen Zahlen: „Ein Silberstreif am Horizont ist erkennbar.“

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06.02.2013, 14:51 Uhr

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