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Konjunktur Arbeitslosigkeit in Amerika steigt langsamer

05.06.2009 ·  Zwar ist die amerikanische Arbeitslosenquote im April auf 9,4 Prozent und damit auf den Höchststand seit 1983 geklettert - doch gibt es trotzdem gute Nachrichten vom amerikanischen Arbeitsmarkt: Der Stellenabbau verlangsamt sich. Die Talsohle scheint erreicht.

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Der Abschwung auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt hat sich im Mai weiter verlangsamt. Im vergangenen Monat seien im Saldo rund 345.000 Stellen gestrichen worden, ungefähr halb so viele wie im Durchschnitt der vorangegangenen sechs Monate, teilte das Amt für Arbeitsmarktstatistik in Washington am Freitag mit.

Die Arbeitslosenquote sei von 8,9 Prozent im April auf 9,4 Prozent gestiegen. Das ist das höchste Niveau seit Herbst 1983. Seit Beginn der Rezession im Dezember 2007 sind damit insgesamt rund 6 Millionen Arbeitsplätze verlorengegangen. Im Mai seien 14,5 Millionen Menschen arbeitslos gewesen, hieß es weiter.

Bankvolkswirte hatten Schlimmeres befürchtet

Der Stellenabbau hat sich im Frühjahr deutlich verlangsamt; die Zahl liegt deutlich niedriger, als von Bankvolkswirten an der Wall Street befürchtet. Sie hatten mehrheitlich mit 520.000 gestrichenen Stellen gerechnet. Wie aus den Daten hervorgeht, ist die Lage im verarbeitenden Gewerbe nach wie vor schlecht. Dort seien im Mai weitere 156.000 Arbeitsplätze verlorengegangen.

Die Zahl der Beschäftigten in der Autoindustrie, einschließlich der Zulieferbetriebe, habe sich im Vergleich zu Februar 2000 inzwischen ungefähr halbiert. Deutlich weniger Stellen als in den vorangegangenen Monaten seien in der Bauwirtschaft und bei verschiedenen Dienstleistungen abgebaut worden, hieß es weiter.

Talsohle könnte bald erreicht sein

Die Arbeitsmarktzahlen stützen die Vermutung der amerikanischen Regierung und der Notenbank Federal Reserve, wonach die Talsohle der Konjunkturentwicklung bald erreicht sein könnte. Der Vorsitzende der Fed, Ben Bernanke, hatte sich jüngst verhalten optimistisch geäußert, dass die Rezession vor dem Jahreswechsel in einen langsamen Konjunkturaufschwung münden wird.

Gleichwohl dürfte sich der Stellenabbau noch geraume Zeit hinziehen und die Arbeitslosigkeit weiter in die Höhe treiben. Erst für den Verlauf des kommenden Jahres rechnen Volkswirte damit, dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen die Zahl der gestrichenen Arbeitsplätze wieder übersteigen wird.

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Von Heike Göbel

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