22.09.2005 · Die Deutschen geben einen immer größeren Teil ihres Konsumbudgets für Energiekosten aus. Der Anteil des Konsums am Einkommen sinkt allerdings, wie auch die Sparquote.
Die Deutschen geben einen immer größeren Teil ihres Konsumbudgets für Energiekosten aus. Die Heiz- und Stromkosten sowie Aufwendungen für Kraftstoffe erhöhten sich für die Privathaushalte in Deutschland in den Jahren 1998 bis 2003 um mehr als ein Viertel, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag zu seiner neusten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe mitteilte.
Der größte Teil des Konsums fließt aber nach wie vor in Miete und andere Wohnkosten: Auf diesen Posten entfiel ein Drittel der Ausgaben. Jeweils rund 14 Prozent ihres Budgets wendeten die Menschen für Lebensmittel und für Verkehrsausgaben auf.
2177 Euro für den Konsum
Aus der Statistik, die alle fünf Jahre durch eine Befragung von rund 53.000 Haushalten ermittelt wird, läßt sich nach Angaben des Amtes nicht ablesen, ob steigende Ausgaben durch höhere Preise oder einen höheren Verbrauch bedingt waren.
Im Jahr 2003 gab ein Durchschnittshaushalt der Statistik zufolge 2177 Euro im Monat für Konsum aus. Auf Wohnkosten entfielen dabei 697 Euro und damit 40 Euro mehr als fünf Jahre zuvor. „Der Anstieg der Wohnkosten zwischen 1998 und 2003 lag weniger an höheren Mieten als vielmehr an höheren Wohnenergiekosten“, erklärten die Statistiker. Für diesen Posten seien die Ausgaben um 25 Prozent auf 120 Euro im Monat gestiegen. Insgesamt gaben die Haushalte im Monat 202 Euro für Energie aus. Die Verkehrsausgaben erhöhten sich innerhalb von fünf Jahren von 278 auf 305 Euro. Auch hier sorgten vor allem Mehrausgaben für Benzin und Diesel für den Anstieg.
Auch die Sparquote ging zurück
Insgesamt gaben die Menschen weniger ihres gesamten Einkommens für Konsumzwecke aus: Der Konsumanteil am durchschnittlichen verfügbaren Einkommen von 2885 Euro sank auf 75,5 von 77,4 Prozent. Obwohl die Menschen im Schnitt fünf Euro mehr pro Monat auf die hohe Kante legten, ging auch die Sparquote auf 11,1 von 11,9 Prozent zurück. „Am stärksten wuchsen im Vergleich zu den Konsumausgaben und den Ersparnissen die Aufwendungen für Nicht-Konsumzwecke, das sind unter anderem Versicherungsbeiträge, sonstige Steuern (zum Beispiel Hundesteuer) und Kreditzinsen sowie Unterhaltszahlungen.“
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2468 | −0,17% |
| Rohöl Brent Crude | 106,35 $ | −0,47% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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