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Kommunikationstechnik Die Flaute ist vorüber

04.01.2004 ·  "Die Flaute in der Branche ist vorbei", sagt Willi Berchtold, Präsident des Branchenverbandes der Informationstechnik- und Telekommunikationsanbieter.

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"Die Flaute in der Branche ist vorbei", sagt Willi Berchtold, Präsident des Branchenverbandes der Informationstechnik- und Telekommunikationsanbieter. Nach der Stagnation in diesem Jahr erwartet Berchtold 2 Prozent Wachstum im Jahr 2004.

Allerdings bleibt die Branche, die rund 130 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet und 750 000 Menschen beschäftigt, gespalten: Mobilfunk und Internet werden weiterhin stark zulegen, während die Hardwarehersteller sich nach einer bisher nicht gekannten Schrumpfkur in den vergangenen Jahren nur mühsam aufrappeln. Die gesamte Branche werde von einem Wandel zur Dienstleistung geprägt. "Während die Umsätze mit Geräten und Systemen seit drei Jahren sinken, gehen die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten genau gegenläufig nach oben", sagte Berchtold.

13 Prozent Wachstum bei Internetdiensten

Das größte Wachstum verzeichnen Internet-Dienste, die auch im Jahr 2004 rund 13 Prozent zulegen sollen. Der Umstieg von normalen Modem- oder ISDN-Zugängen auf den Datenturbo DSL wird der größte Wachstumstreiber für die Zugangsdienste sein. Der elektronische Handel im Internet hat sich zu einer festen Größe im Einzelhandel entwickelt. Der Einkauf per Mausklick wird in Deutschland im Jahr 2004 um rund 18 Prozent auf 13 Milliarden Euro steigen, schätzt der Handelsverband HDE. Darin ist das Handelsvolumen auf dem Online-Marktplatz Ebay, das in diesem Jahr rund sechs Milliarden Dollar erreichen wird, nicht mitgerechnet. Die großen Portale hoffen auch auf ein Wiederaufleben der Online-Werbung, die wegen des harten Preiswettbewerbs in den beiden vergangenen Jahren nur ein leichtes Netto-Wachstum verzeichnet hat.

Beim Blick auf die Telekommunikationsanbieter festigt sich inzwischen der Eindruck, daß sich die Spreu vom Weizen getrennt hat. Unangefochten marktdominant ist dabei zumindest im Festnetz weiterhin die Deutsche Telekom. Allerdings haben sich die Wettbewerber in einigen Segmenten - zum Beispiel bei den Auslandstelefonaten - ansehnliche Marktanteile erobert. Diese Tendenz wird sich auch im Jahr 2004 fortsetzen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Telefonaten im Ortsnetz. Hier hat sich der Wettbewerb in der zweiten Hälfte des Jahres 2003 gut entwickelt, und auch 2004 wird die Telekom hier Marktanteile verlieren. Bei den Herstellern von Personal Computern wird sich 2004 zeigen, ob es Dell gelingt, die Spitzenposition von Fujitsu-Siemens stärker als bisher anzugreifen.

Quelle: ht., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.01.2004, Nr. 3 / Seite 12
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