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Veröffentlicht: 29.12.2016, 12:05 Uhr

Personalnot Mittelständlern gehen Aufträge flöten

Der Mittelstand leidet unter Personalnot. Jeder dritte Betrieb gab in einer aktuellen Umfrage an, dass er deshalb schon Aufträge ablehnen musste. Es gibt aber auch eine gute Nachricht.

© dpa Die Umsatzerwartungen sind gut. Doch dem Mittelstand macht die Personalnot Sorgen.

Personalengpässe bereiteten dem deutschen Mittelstand weiterhin Sorgen: „Der Mittelstand in Deutschland leidet vor allem unter dem akuten Fachkräftemangel“, warnte der Präsident des Bundesverbands der mittelständischen Wirtschaft (MVMW), Mario Ohoven, in Berlin. Laut einer neuen Umfrage unter 2800 Teilnehmern haben mehr als 89 Prozent Schwierigkeiten, offene Positionen zu besetzen. Jeder dritte Betrieb musste demnach aus Personalnot sogar schon Aufträge ablehnen.

Insgesamt blicken die deutschen Mittelständler aber optimistisch auf das neue Jahr. Rund 62 Prozent von ihnen erwarten für 2017 einen anhaltenden Aufschwung, wie der BVMW am Donnerstag weiter mitteilte. Die Betriebe sind mit ihrer Situation recht zufrieden. Der BVMW-Umfrage zufolge schätzen 95 Prozent der kleinen und mittelgroßen Firmen ihre momentane Geschäftslage als befriedigend oder besser ein, 66 Prozent sogar als gut und besser.

 
Der #Mittelstand leidet unter Personalnot. Jeder dritte Betrieb musste deshalb schon Aufträge ablehnen.

Rund 39 Prozent erwarten noch höhere Umsätze in den kommenden zwölf Monaten. 47 Prozent der Unternehmer planen für 2017 ebenso hohe Investitionen wie in diesem Jahr. Gut ein Drittel der Betriebe will sogar mehr investieren als in den vergangenen zwölf Monaten.

Abbau bürokratischer Hemmnisse ganz oben auf der Wunschliste

Mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 sehen es die befragten Unternehmer als eine vorrangige Aufgabe der künftigen Regierung an, bürokratische Hemmnisse abzubauen. Zudem steht eine Senkung der Steuer- und Abgabenlast sowie eine Verbesserung der Infrastruktur ganz oben auf der Wunschliste.

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Der BVMW versteht sich als Stimme des Mittelstandes. Nach eigenen Angaben spricht er für mehr als 270.000 Firmen mit rund neun Millionen Beschäftigten. Zur BVMW-Mittelstandallianz gehören unter anderen der Onlinehandelsverband „Händlerbund“ und der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). 

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