Home
http://www.faz.net/-gqf-75rw8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Jahreswirtschaftsbericht Bundesregierung senkt Wachstumsprognose

Die Bundesregierung rechnet für 2013 nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent. Das Kabinett gehe jedoch davon aus, dass die Wirtschaft im Laufe des Jahres wieder Tritt fasse, sagte Wirtschaftsminister Rösler.

© dpa Vergrößern Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt bleiben gut

Die Bundesregierung hält die aktuelle Wachstumsabschwächung in Deutschland nur für vorübergehend. In ihrem neuen Jahreswirtschaftsbericht, den das Kabinett am Mittwoch verabschiedete, nimmt sie ihre Prognose für das laufende Jahr um mehr als die Hälfte auf 0,4 Prozent zurück. Bisher war sie von einem Plus von einem Prozent ausgegangen. „Im Jahresverlauf 2013 dürfte das Wachstum wieder spürbar anziehen“, prognostizierte Wirtschaftsminister Philipp Rösler. Für 2014 erwartet er eine Beschleunigung auf ein Plus von 1,6 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt bleibt auf Rekordniveau stabil, die Einkommen steigen weiter und die Preisentwicklung bleibt moderat“, fasste der Minister mit Blick auf das laufende Jahr zusammen. Die Erwerbstätigenzahlen dürften 2013 von dem erreichten Rekordniveau noch einmal um 15.000 im Jahresdurchschnitt zunehmen. „Die Zahl der Arbeitslosen bleibt auf niedrigem Niveau“, sagte Rösler voraus. Deutlich schwächer als noch im Herbst schätzt die Regierung in ihrem Bericht allerdings die Entwicklung bei Exporten und Importen in diesem Jahr ein.

Mehr zum Thema

Ein Lob erhielt die Europäische Zentralbank (EZB) für ihre aktive Rolle in der Bekämpfung der Marktturbulenzen im Sog der europäischen Schuldenkrise: „Die EZB hat mit ihrer Geldpolitik, nicht zuletzt auch durch Rückgriff auf verschiedene unkonventionelle geldpolitische Instrumente, zur Entspannung auf den Finanzmärkten beigetragen.“ Die Beurteilung lässt aufhorchen, da insbesondere die Bundesbank die Rolle der EZB in der Krise kritisch sieht.

EZB-Chef Mario Draghi hat Krisenstaaten Stützungskäufe am Markt für gehandelte Anleihen in Aussicht gestellt, falls sie unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen. Die Bundesbank sieht damit die Grenze zwischen Geld- und Fiskalpolitik verwischt. Doch auch Rösler dringt darauf, dass die EZB nicht mehr allzu lange Krisenfeuerwehr spielen muss: „Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass die Wirtschafts- und Finanzpolitik in allen Teilen des Eurogebiets so gestaltet wird, dass die Europäische Zentralbank möglichst schnell wieder zum geldpolitischen Normalmodus zurückkehren kann“, heißt es im Jahreswirtschaftsbericht.

Quelle: Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Konjunktur Deutschlands Aufschwung ist nun auch offiziell vorbei

Die Bundesregierung hat ihre Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum erheblich nach unten korrigiert: Für dieses Jahr erwartet sie statt 1,8 Prozent nur noch ein Plus von 1,2 Prozent. Mehr

14.10.2014, 13:58 Uhr | Wirtschaft
Arbeitsmarkt-Hoch wird abgebremst

BA-Chef Weise sagte, die gute Konjunktur spiegele sich auch im Arbeitsmarkt wider. Die Erwartungen für das zweite Halbjahr seien allerdings etwas verhaltener. Mehr

01.07.2014, 16:51 Uhr | Wirtschaft
Wachstumsprognose Gabriel erwartet schwächere Konjunktur

Auch der Bundeswirtschaftsminister geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft weniger wachsen wird, als zunächst erwartet. Anders als führende Wissenschaftler macht Sigmar Gabriel allerdings die Krisen in der Welt dafür verantwortlich. Mehr

12.10.2014, 22:29 Uhr | Wirtschaft
EZB überrascht Börsen mit neuer Zinssenkung

Die Aussicht auf zusätzliche milliardenschwere Geldspritzen haben den Euro auf Talfahrt geschickt. Dax und EuroStoxx50 zogen dagegen an. EZB-Präsident Mario Draghi hatte eine Senkung des Leitzinses von 0,15 auf 0,05 Prozent angekündigt. Mehr

04.09.2014, 17:57 Uhr | Wirtschaft
Bundeshaushalt Die rote Null ist Herr Stegner

SPD-Vize Ralf Stegner stellt den Sparkurs der Regierung infrage. Aus der CDU kommt scharfe Kritik an seinen Äußerungen. Auch die Regierung hält am ausgeglichenen Haushalt fest. Mehr

13.10.2014, 15:01 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 16.01.2013, 12:16 Uhr

Indonesiens unerfahrener Hoffnungsträger

Von Christoph Hein, Singapur

Gerade wurde Indonesiens neuer Präsident Joko Widodo eingeschworen. Die Erwartungen an ihn sind riesig. Aber ist er seinem Amt gewachsen? Mehr 1


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wie wichtig ist die Raumfahrt für Deutschland?

Dass die Raumfahrernation Amerika viel in die Erforschung des Weltraums investiert, ist keine Überraschung. Aber selbst in Italien, Japan und Frankreich hat die Raumfahrt einen höheren Stellenwert als hierzulande. Mehr 4

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden