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Internationale Arbeitsorganisation Krise kostete laut Studie 20 Millionen Jobs

07.12.2009 ·  In einer neuen Studie hat die Internationale Arbeitsorganisation in Genf die Folgen der Finanzkrise auf die Arbeitsmärkte auf der ganzen Welt untersucht. Seit März 2008 sind demnach mindestens 20 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen. Allein in der EU seien es 6,1 Millionen.

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Mindestens 20 Millionen Arbeitsplätze sind einer Studie zufolge weltweit im Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise seit März 2008 verloren gegangen. Allein in der Europäischen Union seien es 6,1 Millionen gewesen, schreibt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in einem am Montag in Genf vorgestellten Bericht. Danach ist die Beschäftigungskrise noch lange nicht vorbei. Ein zu frühes Ende der zur Krisenbekämpfung verabschiedeten Konjunkturprogramme könnte eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt sogar um Jahre verzögern, teilte die ILO weiter mit.

Auch die deutsche Wirtschaft wurde stark von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise getroffen. Doch anders als in früheren Krisen sei hier diesmal der Rückgang der Beschäftigung weit geringer gewesen als in anderen Industrieländern, berichtet die ILO weiter.

Für das Jahr 2010 erwartet die Organisation aber einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland. Sie werde dann wahrscheinlich wie in anderen G20-Staaten ihren Höhepunkt im zweiten Halbjahr erreicht haben. Erst 2013, fünf Jahre nach Beginn der Krise, dürfte die Arbeitslosenrate in den Industrieländern wieder auf den Stand vor der Krise zurückgehen.

Video: Arbeitslosigkeit geht zurück

Die Empfehlungen der ILO für Deutschland laufen auf eine weitere Stärkung der heimischen Nachfrage hinaus. Die Maßnahmen sollten auch beschäftigungsintensiven Sektoren zu Gute kommen, wie bei Dienstleistungen und im Umweltbereich. „Die globale Beschäftigungskrise ist nicht vorbei“, warnte der Direktor des ILO- Instituts für internationale Arbeitsmarktstudien und Autor des Berichts, Raymond Torres. „Es ist äußerst wichtig, voreilige Exit- Strategien zu vermeiden. Eine wahre wirtschaftliche Erholung ist erst dann möglich, wenn sich auch die Beschäftigung erholt.“

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