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Inflationsrate Verbraucherpreise bleiben stabil

10.11.2009 ·  Auch im Oktober ist das Leben in Deutschland nicht teurer geworden - dank günstiger Energiepreise. Doch in den kommenden Monaten dürfte die Teuerungsrate steigen, denn die Energie wird teurer. Ein weiteres Indiz ist der sich abschwächende Preisverfall im Großhandel.

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Das Leben in Deutschland ist auch im Oktober nicht teurer geworden. Die jährliche Inflationsrate habe null Prozent betragen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit und bestätigte damit vorläufige Zahlen. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise noch um 0,3 Prozent gesunken. Auf Monatssicht erhöhte sich das Preisniveau im Oktober leicht um 0,1 Prozent, nach einem Rückgang um 0,4 Prozent im Vormonat.

Das war bereits der vierte Monat in Folge mit stabilen oder sogar fallenden Preisen. Grund dafür ist vor allem günstigere Energie: Ohne Berücksichtigung von Heizöl, Benzin, Strom und anderen Energieprodukten hätte die Teuerungsrate 0,9 Prozent betragen. Allerdings neigt sich die Zeit der stabilen oder sogar sinkenden Preise ihrem Ende entgegen. Experten erwarten schon für November wieder leicht steigende Lebenshaltungskosten, nachdem sich Öl spürbar verteuert hat. Ein Fass kostete in den vergangenen Tagen zeitweise deutlich mehr als 80 Dollar und war damit so teuer wie seit über einem Jahr nicht mehr. Viele Lebensmittel sind ebenfalls teurer geworden, nachdem sich Händler und Molkereien auf höhere Preise für Milch, Quark und Butter geeinigt hatten.

Preisverfall im Großhandel gebremst

Unterdessen hat sich im Großhandel der Preisverfall erheblich abgeschwächt. Hier fielen die Preise im Oktober um 7,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Experten hatten ein Minus von 8,1 Prozent vorausgesagt. Im Juli waren die Großhandelspreise noch um 10,6 Prozent nach unten gegangen und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Statistik 1968. Die Entwicklung im Großhandel gilt als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung, weil Einzelhandel und andere Abnehmer die Preisveränderungen teilweise an die Verbraucher weiterreichen.

Quelle: FAZ.NET mit Reuters und dpa
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